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StartseiteSport am Wochenende"Gedanken an Jugendspiele in Deutschland kommen zu früh"21.02.2016

2. Olympische Jugend-Winterspiele"Gedanken an Jugendspiele in Deutschland kommen zu früh"

Deutschland hat mit 44 Athleten an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer teilgenommen. Die kleinen Spiele könnten die Lust auf Großveranstaltungen auch in Deutschland wieder beleben, sagen manche. Doch der Schritt käme vor dem Hintergrund der Abstimmung gegen eine Bewerbung Hamburgs verfrüht, sagte Dirk Schimmelpfennig, Chef de Mission der deutschen Mannschaft, im Deutschlandfunk.

Dirk Schimmelpfennig im Gespräch mit Astrid Rawohl

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Jugend-Winterspiele in Lillehammer 2016 (dpa / picture-alliance)
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Jugend-Winterspiele in Lillehammer 2016 (dpa / picture-alliance)
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Nach der Abstimmung von Hamburg sei es zu früh, "in diese Richtung konkrete Gedanken zu entwickeln". Schimmelpfennig mahnt zunächst andere Maßnahmen an: "Wir müssen die Situation des Olympischen Sports in Deutschland erstmal auswerten."

"Athleten kehren motiviert zurück"

Die Spiele in Lilleheammer bewertet Schimmelpfennig durchweg positiv. Die Sportler würden motiviert und mit neuen Ideen zurückkehren. "Von unseren 44 Athleten, hat mehr als die Hälfte eine Medaille gewonnen. Das zeigt ihnen, dass sie auf einem guten Weg sind." Und auch Athleten, die keine Medaille gewonnen haben, würden sehen, was der nächste Schritt für sie sein kann. 175.000 Zuschauer hätten die Spiele nach Angaben der Veranstalter verfolgt. "Die Norweger bezeichnen die Spiele für sich als großen Erfolg", sagte Schimmelpfennig.

Deutschland gehöre neben den USA, Russland und Südkorea zu den erfolgreicheren Nationen, auch wenn bei den Jugendspielen teilweise experimentiert wird. Die Spiele böten eine gute Mischung aus klassischen Wettbewerbe und kombinierten Wettbewerben, die neu sind, sagte Schimmelpfennig. 

Dass die professionelle Gestaltung der Spiele, den Leistungsdruck und die Verführung zur Manipulation für die Athleten steigere, verneinte Schimmelpfennig: "Die Aufmerksamkeit ist nicht den großen Spielen vergleichbar."

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