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3D-RöntgenXXL-Computertomographie durchleuchtet auch Container

Container sind am 25.01.2017 auf dem Gelände des Logistikunternehmens Eurokombi im Hafen von Hamburg zu sehen. Im Hintergrund sind die Containerbrücken des Terminals Eurogate zu sehen. (dpa / picture alliance / Christian Charisius)
Die neue XXL-Computertomographie kann auch Frachtcontainer durchleuchten. (dpa / picture alliance / Christian Charisius)

Forscher des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen haben den zurzeit größten Computertomographen der Welt entwickelt. Die Anlage kann mit Röntgenstrahlen komplette Autos oder Schifffahrts-Container durchleuchten und deren innere Strukturen als kontrastreiche 3D-Bilder darstellen.

Als Röntgenquelle nutzen die Forscher einen Linearbeschleuniger mit einer Leistung von neun Megaelektronenvolt. Die zugehörige Röntgenkamera ist vier Meter lang und arbeitet mit einer Auflösung von 10.000 Pixeln pro Zeile.

Mit der zerstörungsfreien Röntgenanalyse lassen sich zum Beispiel die verformten Strukturen eines Autos nach einem Crash untersuchen, ohne den Wagen völlig zerlegen zu müssen.

Die zu untersuchenden Objekte werden auf einem Schwerlastdrehteller rotiert. Währenddessen tasten Kamera und Strahlenquelle das Objekt synchron in vertikalen Bewegungen Zeile für Zeile ab. Aus den so erfassten Daten lassen sich dann die 3D-Darstellungen errechnen.

Die beteiligten Forscher des Fraunhofer IIS wurden für die Entwicklung der XXL-Computertomographie mit dem Joseph-von-Fraunhofer Preis 2018 ausgezeichnet.

Diese und andere Wissenschaftsmeldungen aus der Sendung "Forschung aktuell" können Sie hier nachhören.

Diese Nachricht wurde am 16.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.