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5:0-Sieg im EröffnungsspielRussland feiert die WM

Artjom Dsjuba (2.v.l.) aus Russland bejubelt mit seinen Teamkollegen sein Tor zum 3:0 gegen Saudi-Arabien (Federico Gambarini / dpa)
Artjom Dsjuba (2.v.l.) aus Russland bejubelt mit seinen Teamkollegen sein Tor zum 3:0 gegen Saudi-Arabien (Federico Gambarini / dpa)

Gastgeber Rusland ist mit einem Sieg in die Fußball-WM gestartet. Die russische Mannschaft gewann das Eröffnungsspiel in Moskau gegen Saudi-Arabien mit 5:0. Bei der Eröffnungsfeier im Luschniki-Stadion hatten Russlands Präsident Putin und FIFA-Präsident Infantino zuvor die verbindende Kraft des Sports beschworen.

Neben ihnen auf der Ehrentribüne saß der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Zuvor waren der britische Popstar Robbie Williams und die russische Sopranistin Aida Garifullina aufgetreten. Das Spiel dominierten die Russen dann deutlich. Die Tore erzielten Gasinski, Dsjuba, Golowin und zwei Mal der eingewechselte Tscheryschew. Für Russland war es der erste Sieg bei einer WM-Endrunde seit 2002 und es war der höchste Sieg in einem WM-Eröffnungsspiel überhaupt. Noch nie hat ein Gastgeber ein Eröffnungsspiel verloren. Die deutsche Mannschaft bestreitet ihr erstes Spiel am Sonntag um 17 Uhr gegen Mexiko.

Parallel zum Eröffnujngsspiel debattierte der Bundestag über zwei Anträge von FDP und Grünen, in denen die deutsche Politik dazu aufgefordert wird, während der WM in besonderem Maße auf Menschenrechtsverletzungen in Russland hinzuweisen. Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckardt sagte, es sei zentral, "den Blick über den Spielfeldrand hinaus zu richten". Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Buschmann, sagte: "Die Bundesregierung muss stärker darauf drängen, dass die Menschenrechte in Russland eingehalten werden." Beide Fraktionen fordern die Bundesregierung auf, im Dialog mit der russischen Regierung zu bleiben.

Auch der Russlandbeauftrage der Bundesregierug, Wiese (SPD), rief deutsche Politiker auf, bei einem Besuch des Turniers auch Vertreter der russischen Zivilgesellschaft zu treffen. Es sei wichtig, das Gespräch "mit der Gesellschaft vor Ort" zu suchen, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Die WM sei eine Möglichkeit, sich "einen Eindruck zu verschaffen" und "Themen anzusprechen, die man sonst vielleicht nicht ansprechen kann".

Der US-Spionageabwehrdienst warnt Fußball-Fans derweil vor Cyberattacken durch russische Spione. "Jeder, der nach Russland reist, sollte sich im Klaren darüber sein, dass dieses Risiko besteht", sagte William Evanina, Direktor des National Counterintelligence und Security Center. "Alle Daten auf Handys, Laptops, Tablets oder anderen elektronischen Geräten könnten von der Regierung oder Kriminellen ausgelesen werden, vor allem die persönlichen."

Diese Nachricht wurde am 14.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.