Das Feature / Archiv /

AfghanLeaks

Vom Verschwinden der Threat Reports

Von Marc Thörner

Zwei aufgerufene Websites von WikiLeaks, die sich auf geheime Dokumente zum Afghanistankrieg beziehen.
Zwei aufgerufene Websites von WikiLeaks, die sich auf geheime Dokumente zum Afghanistankrieg beziehen. (picture alliance / dpa)

Tausende geheimer US-Armeeberichte, die so genannten Afghanistan-Warlogs stellte Wikileaks im Juli 2010 ins Netz. Ihr Herzstück: rund 15.000 Threat Reports afghanischer Agenten und Doppelagenten. Für die US-Regierung war es Verrat, für Wikileaks ein Akt der Transparenz, um der Weltöffentlichkeit ungefiltert Informationen über die Situation in Afghanistan zugänglich zu machen.

Nur wenige Medien erhielten diese Reports, damit sie zeitgleich als Coup ihre Auswertungen veröffentlichen. So auch Marc Thörner.

Doch wer heute im Internet nach den Threat Reports sucht, wird sie nicht finden. Was ist mit den 15.000 Quellen geschehen? Und was steht in den Dokumenten?


Co-Produktion: WDR/DLF 2012

Das für den 10.7.2012 angekündigte Feature "Die vergessene Arabellion. Eine Reise in die Westsahara" von Marc Thörner verschieben wir auf den 2. Oktober 2012, 19.15 Uhr.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Das Feature

SpanienAusnahmezustand?

Der baskische Spitzenpolitiker Arnaldo Otegi erhebt seine linke Hand vor einem Plakat in Elgoibar am 6. September 2008.

Im vergangenen Jahr fällte der Europäische Menschengerichtshof zwei aufsehenerregende Urteile gegen Spanien. Straßburg zufolge hat die spanische Justiz Foltervorwürfe gegen Polizisten nicht untersucht und die Haftstrafen von verurteilten ETA-Terroristen illegal verlängert. Die beiden Urteile sind nur die Spitze eines Eisbergs.

Lebensgeschichten Schluss mit dem Spießerleben

Hagen beim Unterricht mit einem menschlichen Skelett. 

Dzieñ dobry, dziêkujê und pocałunek: Guten Tag, danke und Küsschen ist alles, was Hagen auf Polnisch sagen kann. Den Rest erledigt der Google-Übersetzer. Barbara könnte die Frau sein, mit der Hagen ein neues Leben ausprobiert. Vor sechs Jahren wurde der 59-Jährige aus der Bahn geworfen.

Rechtsradikalismus "Ich weiß, wie Opa ums Leben kam"

Ein Mann passiert ein Graffiti mit der Aufschrift "In Germany, France or England Chrissi Avgi beats up Greek immigrants", was soviel heißt wie "In Deutschland, Frankreich oder England macht Chrissi Avgi den Immigranten das Leben schwer". 

Neofaschistische Parolen, Jagd auf Ausländer, antisemitische Hetze: Nach dem Ende der Herrschaft der Militärjunta 1974 war rechtsradikales Denken in der griechischen Bevölkerung nicht populär. Zumal auch die Erinnerungen an das nationalsozialistische deutsche Besatzungsregime im Zweiten Weltkrieg mit seinen Gräueln gegen die Zivilbevölkerung und die Partisanenbewegung noch lebendig geblieben waren.