Das Feature / Archiv /

"Alle zwei Jahre ein Absturz"

Das Risiko fliegt mit

Von Johannes Duchrow

Eine Schautafel zeigt auf einer Pressekonferenz in der brasiliansichen Hauptstadt Brasilia den vermutlichen Absturzort des Air-France-Flugs 447.
Eine Schautafel zeigt auf einer Pressekonferenz in der brasiliansichen Hauptstadt Brasilia den vermutlichen Absturzort des Air-France-Flugs 447. (AP)

Panik im Cockpit über dem Atlantik. Erfahrene Piloten müssen durch ein Tropengewitter fliegen, das das Wetterradar nicht angezeigt hat. Sie kennen ihre Fluggeschwindigkeit nicht mehr, weil Eiskristalle die Messsonden verstopft haben. So könnte es gewesen sein: am 1. Juni 2009, Flug Air France 447 von Rio nach Paris.

Eine Verkettung von unwahrscheinlichen Ereignissen, ein Absturz, der eigentlich nicht hätte passieren dürfen.

228 Menschen fanden den Tod. Die Ursachen werden immer noch ermittelt.

Auch diese Katastrophe zeigt: In der Luftfahrt bleibt immer ein Restrisiko. Was tun Hersteller und Fluggesellschaften, um es zu minimieren? Was sagen die Piloten? Wie wirkt sich das Risiko auf das Verhalten der Passagiere aus?

WDR/DLF 2011

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Das Feature

Lebensgeschichten Schluss mit dem Spießerleben

Hagen beim Unterricht mit einem menschlichen Skelett. 

Dzieñ dobry, dziêkujê und pocałunek: Guten Tag, danke und Küsschen ist alles, was Hagen auf Polnisch sagen kann. Den Rest erledigt der Google-Übersetzer. Barbara könnte die Frau sein, mit der Hagen ein neues Leben ausprobiert. Vor sechs Jahren wurde der 59-Jährige aus der Bahn geworfen.

Rechtsradikalismus "Ich weiß, wie Opa ums Leben kam"

Ein Mann passiert ein Graffiti mit der Aufschrift "In Germany, France or England Chrissi Avgi beats up Greek immigrants", was soviel heißt wie "In Deutschland, Frankreich oder England macht Chrissi Avgi den Immigranten das Leben schwer". 

Neofaschistische Parolen, Jagd auf Ausländer, antisemitische Hetze: Nach dem Ende der Herrschaft der Militärjunta 1974 war rechtsradikales Denken in der griechischen Bevölkerung nicht populär. Zumal auch die Erinnerungen an das nationalsozialistische deutsche Besatzungsregime im Zweiten Weltkrieg mit seinen Gräueln gegen die Zivilbevölkerung und die Partisanenbewegung noch lebendig geblieben waren.

PflegefamilienBlut ist dicker als Wasser?

Der Schatten einer dreiköpfigen Familie wird auf Pflastersteine geworfen.

Wenn Kinder, weil sie zu Hause misshandelt oder vernachlässigt werden, nicht bei ihren Eltern leben können, werden sie aus ihren Familien herausgenommen, manchmal für eine Weile, manchmal für immer.