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StartseiteVerbrauchertippJenseits von Bratwurst und Steak 06.07.2017

Alternativen vom GrillJenseits von Bratwurst und Steak

Sommerzeit, Grillzeit: Beinahe jedes Wochenende flattert eine Einladung zum Grillen ein. Irgendwann kommt aber der Moment, da kann man keine Fleischberge mehr sehen. Dann lieber was Vegetarisches oder Süßes - für die richtige Zubereitung der Alternativen gibt es ein paar Tricks.

Von Thomas Wagner

Gegrillter Tintenfisch liegt mit Kartoffeln und Spinat auf einem Teller. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
Alternative vom Grill: Tintenfisch mit Beilagen. Für Fisch, Gemüse und Pizza muss man ein paar Tricks beachten, sonst leiden Geschmack und Konsistenz. (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
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Hm, welch ein Duft, der sich da vom Grillrost ausbreitet - ein intensiver Duft, der ausgeht von ....

"... Grillkäse. Den gibt's mit verschiedenen Zutaten drin, mit Chili und Basilikum. Den kann man direkt im Supermarkt kaufen. Einfach auf den Grill hauen ... fertig!"

Käse grillen - das ist die große Leidenschaft von Hobbykoch Jürgen Dedus aus Konstanz. Allerdings: Der Käse muss auch tatsächlich laut Verpackungsaufschrift Grillkäse sein.

"Der hat ein bisschen eine härtere Schicht. Man kann ihn vergleichen mit einem Camembert, von der Konsistenz ein wenig kaugummiartig, aber im Geschmack ganz hervorragend: Es ist ein bisschen eine harte Schale mit einem weichen, Camembert-artigen Inhalt."

Der, auf entsprechende Temperaturen gebracht, richtig cremig schmeckt - und zeigt: Es muss nicht immer Wurst und Fleisch sein auf dem Rost.

"Wenn wir zu viel Fleisch gegessen habe, dann mache ich gerne Gemüsespieße auf dem Grill, Zucchinischeiben, Paprika, Auberginen."

Schmackhaftes Gemüse

Gemüsegrillen ist zwar weit verbreitet. Nur: Wie wird das Gemüse dabei besonders schmackhaft?

"Alles in der eigenen Schale gegart wird sensationell", rät Klaus Winter, Inhaber der Grillschule Lindau am Bodensee. Sein Lieblingsrezept:

"Man nimmt einfach mal zwei, drei Stangen Lauch, legt die auf den richtig heißen Grill und verbrennt dieses äußere Lauchblatt vollkommen. Wenn dieses äußere Blatt komplett verkohlt ist, was man sowieso entfernen würde beim Essen, dann hat der Lauch innen Röst-Aromen angenommen, ist durch den Eigensaft gegart worden. Und dann schneidet man im Prinzip das äußerste Blatt weg, schält den Lauch raus - und man ist völlig überrascht, dass Lauch so lecker sein kann."

Und lecker ist vieles, was der Normalverbraucher zunächst nicht auf den Grill legen würde ...

"Auch ein Kuchen auf dem Grill kommt wunderschön raus!", meint "Grill-Coach" Klaus Winter - vorausgesetzt, man benutzt dazu einen geschlossenen Grill.

"Kuchengrillen - erst mal ganz normales Kuchenrezept. Dann hat man im geschlossenen Grill den Vorteil, dass man Konvektionswärme hat, also Umluft sozusagen, die aber nicht wie im Backofen sehr stark austrocknet. Sondern im Grill bleibt die Feuchtigkeit drin. Ist ein ganz tolles Dessert vom Grill."

Der Trick für den perfekt gegarten Fisch

Auch Fische machen sich gut auf dem Grillrost - doch Vorsicht! Ein paar Minuten zu lange gebrutzelt, und der Fisch wird trocken, verliert an Aroma. Ein paar Minuten zu kurz gebrutzelt - und der Fisch ist noch nicht gar, bleibt ungenießbar.

"Es gibt einen ganz einfachen Trick, wie  man sehen kann, dass man den Fisch essen kann, wenn nämlich das Eiweiß austritt."

Und zwar meistens an der Schnittstelle am Bauchlappen des Fisches, also genau dort,  wo der Fischer die Innereien entnommen hat.

"Da bilden sich, wenn der Fisch servierfertig ist, kleine Eiweißkügelchen. Und wenn die austreten aus dem Fleisch, kann man davon ausgehen, dass der Fisch servierfähig ist, dass er noch nicht trocken ist, also genauso, wie man ihn haben möchte."

Pizza vom Schamottstein

Zu guter Letzt schwärmt der Lindauer Fachmann Klaus Winter von ...

"... Pizza auf dem Grill funktioniert sehr gut, funktioniert besser als im heimischen Backofen tatsächlich. Der wird nämlich einfach nicht heiß genug."

Tatsächlich schaffen die meisten Haushaltsbacköfen nicht mehr als rund 220 Grad.

"... und eine Pizza war natürlich erst richtig gut bei 300 Grad. Dann wird der Teig richtig gut. Einzige Voraussetzung: Man muss das Ding auf Backpapier packen, sonst kriegt man es nie wieder vom Grillrost runter. Oder eben einen Schamottstein nehmen und den Teig und die Pizza drauf machen. Dann wird das auch wunderschön."

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