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StartseiteNachrichten vertieftNach "Pegida" nun auch "Endgame"21.01.2015

Amerika-Gegner mobilisieren in ErfurtNach "Pegida" nun auch "Endgame"

Die Demonstrationen von Pegida sind noch in vollem Gange, da bereitet man sich in Erfurt bereits auf die Mobilisierung durch eine neue Gruppe vor. Sie nennt sich "Endgame". Das klingt martialisch und bedeutet zu Deutsch Endspiel.

Die Facebook-Seite von "Endgame" (Facebook)
Die Facebook-Seite von "Endgame" (Facebook)

"Endgame" ist aber aber auch die Abkürzung für "Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas." Am Samstagnachmittag soll es mit einer Kundgebung vor dem Erfurter Hauptbahnhof losgehen. Dann ist ein Marsch von "Endgame" durch die Erfurter Innenstadt geplant.

Auch Gegenkundgebung in Vorbereitung

Wie die "Thüringische Landeszeitung" berichtet, wurde auch eine Gegendemonstration angemeldet. Über etwaige Auflagen für die Endgame-Demos habe die Stadtverwaltung noch nicht entschieden.

Endgame mobilisiert im Netz

Das Logo von "Endgame" auf Facebook (Facebook-Seite von "Endgame")Das Logo von "Endgame" (Facebook-Seite von "Endgame")

Mobilisiert wird für "Endgame" vor allem im Internet. Auf Facebook wird seit gut zwei Wochen zu der Demo aufgerufen. Unter den benannten Rednern sind mehrere Personen, die bereits bei Kundgebungen von Pegida und deren Ablegern aktiv geworden sind. Angekündigt wird unter anderem der als "ehemaliger Polizist" bezeichnete Stephane Simon. Bei Facebook ist ein Video von der Internetplattform "YouTube" eingebunden, bei dem Simon den Angaben zufolge eine Live-Schaltung der heute-Nachrichten des ZDF stört. Dazu springt er ins Bild und ruft unter anderem "Ihr seid alle Lügner".

 

Bewegung betont das Anti-Amerikanische

"Endgame" tritt insbesondere anti-amerikanisch auf und wendet sich gegen die Nato. Sie sprechen von "US-Vorherrschaft und US-Propaganda". In der Selbstbeschreibung positionieren sie sich ferner "gegen Folter, Drohnenmorde, Totalüberwachung". Neben Überschneidungen mit Pegida erinnert die Gruppe mit ihren Thesen auch an die umstrittenen sogenannten Montagsmahnwachen bzw. Montagsdemos, die sich seit Frühjahr vergangenen Jahres als Friedensbewegung darstellen. Auch Stephane Simon war auf diesen Veranstaltungen bereits aktiv.

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