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StartseiteBüchermarktAmerikaner ohne Stimme08.07.2007

Amerikaner ohne Stimme

Mohsin Hamid: "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte"

Mohsin Hamid, 1971 geboren und im pakistanischen Lahore aufgewachsen, gehört zur Reihe jener Schriftsteller wie Salman Rushdie, die den "Clash of civilisations" beschreiben können, weil sie als Wanderer zwischen den Welten die kulturellen Differenzen an eigener Haut erfahren haben. Mohsin Hamid studierte Jura in Princeton und Harvard, arbeitete in New York und lebt heute in London.

Von Jochen Rack

Nur die Extremisten im Blickfeld? Pakistanische Demonstranten verfluchen den Autor Salman Rushdie auf Plakaten. (AP)
Nur die Extremisten im Blickfeld? Pakistanische Demonstranten verfluchen den Autor Salman Rushdie auf Plakaten. (AP)

Mit dem Held seines Romans "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" teilt er nicht nur das äußerliche Merkmal, dass er einen Bart trägt - was im Zeitalter des islamischen Fundamentalismus geradezu zum Stigma geworden ist - er hat wie sein Romanheld Changez auch die Erfahrung gemacht, dass die Maßstäbe der westlich-amerikanischen Kultur in vieler Hinsicht mit den Traditionen seines Heimatlandes unvereinbar sind.

In seinem Roman buchstabiert er diese kulturell bedingten Unterschiede akribisch aus, und schafft es darüber hinaus, einen überaus packende und tiefgründig psychologische Geschichte zu erzählen. "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" trägt schon im Titel die Kurzbeschreibung des Plots: Changez - Hamids alter ego -, ist im Roman ein pakistanischer, an einer amerikanischen Eliteuniversität ausgebildeter Unternehmensberater, der sich in Amerika wohl fühlt und beruflich erfolgreich ist, bis der Anschlag auf das World Trade Center sein Leben grundlegend verändert. Als aufgeklärter, an einer Eliteuniversität ausgebildeter Akademiker gehört Changez zu jener Schicht liberaler Muslime, die als Immigranten die Freiheiten der westlichen Kultur zu schätzen gelernt haben. Zu einer Identifikation mit seiner Herkunftskultur und zur Abgrenzung von Amerika wird er sukzessive und gewissermaßen gegen seinen Willen gezwungen.

Entschuldigen Sie, Sir, kann ich Ihnen behilflich sein? Oh, jetzt habe ich Sie erschreckt. Sie brauchen keine Angst vor meinem Bart zu haben: Ich liebe Amerika. Mir ist aufgefallen, dass Sie nach etwas suchten; eigentlich mehr als das, es sah eher danach aus, als seien Sie mit einem Auftrag hier, und da ich in dieser Stadt lebe und Ihre Sprache spreche, habe ich gedacht, ich könnte Ihnen meine Dienste anbieten.

So beginnt Mohsin Hamids Roman und etabliert die ambivalente Atmosphäre der Rahmenhandlung, in der man Changez, der inzwischen nach Pakistan zurückgekehrt ist, im Gespräch mit einem amerikanischen Besucher verfolgt, dem er wie eine Art Reiseführer die Sitten und Gebräuche seines Landes erklärt und zugleich im Rückblick die tragische Geschichte seiner Entfremdung von Amerika und dem Verlust einer großen Liebe erzählt. Die Szene ist dabei nicht nur von der Angst des Amerikaners überschattet, sein pakistanischer Gastgeber könne ihn in eine Falle locken, ebenso steht der Verdacht im Raum, der in bedrohlicher Stummheit verharrende Amerikaner könne womöglich ein Agent sein, der Changez entführen will.

Gegenseitiges Misstrauen als exemplarische Grundstimmung für den kulturellen Konflikt, den Mohsin Hamid in seinem Roman beschreibt. Dass der Amerikaner keine Stimme hat, in der Unterhaltung mit Changez auf die Rolle des Zuhörers beschränkt ist, kehrt die Situation zwischen der westlichen und muslimischen Welt auf signifikante Weise symbolisch um. Denn in der amerikanisch dominierten Medienkultur ist die muslimische Seite der Kommunikation oft unterrepräsentiert, und nur das Spektakuläre, Sensationelle, die fundamentalistische Sprache des Terrors und die von ihm generierten Bilder werden wahrgenommen. Changez, wie er sich dem amerikanischen Gegenüber und gleichzeitig dem Leser präsentiert - der sich mit dem Zuhörer zu identifizieren vermag, indem er sich an vergleichbare touristische Erfahrungen erinnert - Changez wird zur Projektionsfläche fremdenfeindlicher Angst ebenso wie zur Hoffnung, ein vernünftige Verständigung zwischen einander kulturell Fremden könne möglich sein.

Ah, gleich sind wir vor Ihrem Hotel angekommen. Hier werden sich unsere Wege trennen. Vielleicht möchte sich auch unser Kellner verabschieden, denn er kommt sehr schnell auf uns zu. Ja, er bedeutet mir, Sie festzuhalten. Ich weiß, Sie finden einige meiner Ansichten beleidigend; ich hoffe, Sie werden sich meinem Versuch, Ihnen die Hand zu schütteln, nicht widersetzen. Aber warum greifen Sie denn in Ihr Jackett, Sir? Sehe ich da Metall schimmern? Nun, da Sie und ich durch eine gewisse Vertrautheit verbunden sind, darf ich doch annehmen, es ist das Etui für Ihre Visitenkarten.

Die Ambivalenz der Kommunikationssituation führt dazu, dass man sich bis zum Ende des Romans fragt, ob die Rahmenhandlung zu einem Thriller gehört oder ob es sich nur um eine harmlose Konversation handelt, die zu einem Happy End gegenseitiger Verständigung führt. Auch das eine Metapher auf den gegenwärtigen Clash of Civilisations.

Die Lebensgeschichte, die Changez seinem stummen amerikanischen Begleiter erzählt, beginnt mit der Erfahrung der Befremdlichkeit, dass die Amerikaner Respekt und Höflichkeit - Werte die Changez aus der muslimischen Kultur mitbringt - in Amerika nichts gelten. In der Wahrnehmung von Changez sind die Amerikaner ein Volk, das sich im Bewusstsein seiner Hegemonie durch Selbstgerechtigkeit, fehlenden Respekt und Achtung gegenüber dem Fremden und einer mangelnden Kultiviertheit auszeichnet. Changez erfährt das exemplarisch, als er sich nach Abschluss seines Examens in Princeton mit einigen gut betuchten Studienkollegen auf eine Reise nach Griechenland macht.

Zugegeben, es waren da schon einzelne Dinge, die mich störten. Beispielsweise die Leichtigkeit, mit der sie ihr Geld ausgaben und sich nichts dabei dachten, dass ein Essen auch mal - wenn auch nicht sehr häufig - vielleicht fünfzig Dollar pro Nase kostete. Oder ihre Selbstgerechtigkeit beim Umgang mit Leuten, die sie für ihre Dienste bezahlt hatten; "Aber Sie haben es uns doch gesagt", beschwerten sie sich bei einem Griechen, der doppelt so alt wie sie war, um dann darauf zu beharren, dass etwas nach ihrem Willen lief. Ich mit meinen begrenzten und abnehmenden Geldreserven und meiner traditionellen Ehrerbietigkeit Älteren gegenüber wunderte mich, durch welche Laune der Menschheitsgeschichte meine Begleiter, denen es so ganz an Kultiviertheit fehlte und von denen ich viele in meinem Land als Emporkömmlinge betrachtet hätte, in der Lage waren, sich auf der Welt zu benehmen, als wären sie die herrschende Klasse.

Hamid zeichnet aber kein einseitiges Bild der amerikanischen Kultur, denn sein Held Changez erlebt durchaus die kosmopolitische Freiheit in New York und fühlt Scham über die Unterentwicklung seiner Heimat. Ausdruck seiner Zuneigung zur westlichen Kultur ist seine Liebe zu der gebildeten Schriftstellerin Erica, deren Name sich nicht zufällig auf Amerika reimt. Changez - in dessen Namen Hamid die Veränderung, die er durchläuft, anklingen lässt - entdeckt seine Zuneigung zu Erica auf der Reise nach Griechenland. Er bewundert ebenso ihre Gwyneth-Paltrow-hafte Schönheit, wie er von einem melancholischen Zug ihres Wesens angesprochen wird. Im Vergleich mit ihren auftrumpfenden Kommilitonen wirkt Erica gedankenverloren, und sie reagiert auch zunächst zurückhaltend auf Changez Annäherungsversuche.

Eindruck macht er auf sie, weil er sie mit ausgesuchter Höflichkeit und Respekt behandelt. Als sie beide wieder in New York sind, stellt ihm Erica ihre Eltern vor, typische Vertreter einer aufgeklärt-liberalen, gutbürgerlichen Schicht, die Changez freundlich aufnehmen. Und doch ärgert sich Changez, als er von Ericas Vater auf die Korruption, diktatorischen Verhältnisse in seiner Heimat und das Problem des Fundamentalismus angesprochen wird, weil er darin wieder jene typisch amerikanische Herablassung zu entdecken meint. Erica erwidert schließlich Changez´ hartnäckiges Werben und schläft mit ihm, doch bald wird Changez klar, dass er sie in den Tiefen ihrer Seele nicht erreichen kann. Erica leidet nämlich noch immer unter dem Verlust ihres ehemaligen Jugendfreundes Chris, der früh an Lungenkrebs starb - die große Liebe ihres Lebens, die sie hoffnungslos idealisiert. Vor allem nach dem Terroranschlag vom 11. September wird Erica in eine ausweglose Trauer hineingerissen, aus der sie auch Changez nicht befreien kann. Eine tragisch konturierte Dreiecksgeschichte, denn Erica kann sich von dem verstorbenen Geliebten nicht lösen und ist deshalb zu dauerhaften Gefühlen für Changez nicht fähig. Einmal schläft er mit ihr und überredet sie dabei, sich vorzustellen, er sei Chris, um ihre verschüttete Empfindsamkeit zu befreien.

Ich weiß nicht, wie ich beschreiben soll, was dann geschah; ich kann natürlich nicht behaupten, ich sei besessen gewesen, aber gleichzeitig war ich nicht ich selbst. Es war, als wären wir verzaubert, in eine Welt verpflanzt worden, in der ich Chris war und sie mit Chris zusammen war, und wir liebten uns mit einer körperlichen Vertrautheit, die Erica und ich nie zuvor genossen hatten. Ihr Körper verweigerte sich mir nicht mehr; ich sah auf ihre geschlossenen Augen, und ihre geschlossenen Augen sahen auf ihn.

Nach diesem Erlebnis wird Erica in eine tiefe Depression hineinstürzen, sich weigern, Changez wieder zu sehen und in eine psychiatrische Klinik gehen. Ausgelöst durch die Katastrophe des Anschlags auf das World Trade Center und die Beziehung zu Changez gerät sie in einen pathologischen Sog der Trauer hinein, die repräsentativ für die amerikanische Kultur im Ganzen erscheint. In Hamids Roman steht Erica gewissermaßen psychoanalytisch für die amerikanische Unfähigkeit zu trauern. Sie schaut zurück, bleibt der Vergangenheit verhaftet, unfähig, sich in der Gegenwart zurechtzufinden und ein neues Leben zu beginnen.

Vielleicht lag es ja an meinem Gemütszustand, aber es schien mir, dass sich zu jener Zeit auch Amerika zunehmend einer gefährlichen Nostalgie ergab. Die Fahnen und Uniformen, die Generäle, die in Kommandozentralen in Kameras sprachen, die Schlagzeilen der Zeitungen mit Begriffen wie Pflicht und Ehre, das alles hatte etwas unbestreitbar Rückwärtsgewandtes. Ich hatte Amerika immer als eine Nation gesehen, die nach vorne schaute; zum ersten Mal fiel mir nun seine Entschlossenheit auf, zurückzuschauen. Das Leben in New York war auf einmal wie in einem Film über den Zweiten Weltkrieg; ich als Ausländer blickte nun auf ein Set, das nicht in Technicolor, sondern in einem grobkörnigen Schwarzweiß betrachtet werden sollte. Wonach sich Ihre Landsleute sehnten, war mir nicht ganz klar - nach einer Zeit unbestrittener Herrschaft? Der Sicherheit? Moralischer Gewissheit? Ich wußte es nicht -, aber dass sie sich danach drängten, die Kostüme einer anderen Ära anzulegen, war offensichtlich.

Hamids Roman legt nahe, dass Amerikas Sehnsucht nach vergangener Größe mit seiner Weigerung zusammenhängt, sich mit dem Tod als Teil des Lebens auseinanderzusetzen. Sein Roman erkundet diesen psychopolitischen Komplex, der die vordergründigen politischen Ereignisse nach dem 11.September zu verstehen hilft. Die Sehnsucht nach verlorener Größe, die Erica in ihrer Unfähigkeit zu trauern verkörpert, wird zum Antrieb für kriegerische Aggression.

Kleine, an Zahnstochern befestigte Fahnen steckten an den Schreinen, Fahnensticker schmückten Windschutzscheiben und Fenster, große Fahnen flatterten an Gebäuden. Allesamt schienen sie zu verkünden: Wir sind Amerika - nicht New York, was meiner Ansicht nach etwas völlig anderes bedeutet -, die mächtigste Zivilisation, die die Welt jemals gesehen hat; ihr habt uns gekränkt; hütet euch vor unserm Zorn. Wenn ich zu den aufragenden Türmen der Stadt hinaufblickte, fragte ich mich, was für Heere aus einer so großmächtigen Burg hervorbrechen würden.

Gleichzeitig mit dem Verlust seiner Liebe zu Erica gerät Changez auch in seinem beruflichen Werdegang nach 2001 immer weiter in eine Krise hinein: Ethische Zweifel am Sinn seiner Tätigkeit überfallen ihn, die zum Zweifel an Amerikas kapitalistischen Herrschaftssystem selbst werden. So erklärt sich Changez Schadenfreude, als er im Fernsehen den Angriff auf das World Trade Center sieht:

Ich sah mit an, wie einer - und danach der andere - der Zwillingstürme des World Trade Center in New York einstürzte. Und dann lächelte ich. Ja, so abscheulich es auch klingen mag, meine erste Reaktion war eine bemerkenswerte Freude. Ihre Abscheu ist nicht zu übersehen; () aber bitte glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass ich kein Soziopath bin; das Leid anderer ist mir nicht gleichgültig. () Aber in dem Augenblick waren meine Gedanken nicht bei den Opfern des Angriffs - (), nein, mich ergriff die Symbolkraft dessen, dass jemand Amerika so sichtbar in die Knie gezwungen hatte.

Im Prozess der Entfremdung von seinem amerikanischen Gastland beginnt Changez - der seine Karriere bei Underwood Samson als "Hai" und "Krieger" begonnen hat - seine Arbeit zu vernachlässigen; als äußeres Zeichen seiner Identitätskrise läßt er sich einen Bart wachen, obwohl er weiß, dass ihm das in seinem beruflichen Umfeld nicht hilfreich sein wird. Denn die Unternehmensberatung, die international tätig ist - achtet darauf, dass ihre Mitarbeiter ethnisch möglichst neutral auftreten, um nicht anzuecken. Durch seinen Bart aber drückt Changez seine Distanz gegenüber dem American Way of Life aus, signalisiert, dass er sich nicht länger der Corporate Identity von Underwood Samson anpassen will. Der Bart als Bekräftigung muslimischer Identität, womit in Mohsin Hamids Roman nicht die religiös-fundamentalistische, sondern eine kulturelle Identität gemeint ist. Changez, der fürchtet, dass Pakistan in den Krieg gegen Afghanistan hineingezogen wird, beginnt sich wieder zu seiner Herkunft zu bekennen und sucht den Kontakt zu seiner Familie in Lahore. Seine moralischen Zweifel am Sinn seiner Tätigkeit führen ihn bald dazu, dass er seinen Job aufgibt und nach Pakistan zurückkehrt. Wendepunkt wird für ihn die Begegnung mit dem chilenischen Verleger Juan-Bautista, dessen Verlag er im Auftrag seiner Company bewerten soll.

"Bekümmert es Sie", fragte er, "dass Sie Ihren Lebensunterhalt damit verdienen, das Leben anderer zu zerrütten?"

Der Verleger bringt Changez dazu, über den Tellerrand seiner ökonomistischen Weltsicht hinauszuschauen und das Schicksal der von seinen Maßnahmen betroffenen Menschen zu bedenken. In der melancholischen Stimmung von Valpairso erkennt er, dass er bisher nur eine Rolle als bloßer Erfüllungsgehilfe des amerikanischen Systems gespielt hat, das mit Hilfe des Geldes die Herrschaft über die Welt anstrebt.

Juan-Bautista Worte lösten bei mir eine heftige Attacke der Selbstkritik aus. Die ganze folgende Nacht überlegte ich, was aus mir geworden war. Eigentlich konnte kein Zweifel bestehen: ich war ein moderner Janitschar, ein Diener des amerikanischen Reichs zu einer Zeit, da es ein Land überfiel, das mit dem meinen verwandt war, und vielleicht sogar heimlich daran mitwirkte, dass mein eigenes Land mit Krieg bedroht wurde.

Am Ende des Romans wird Changez in Lahore als Dozent an der Universität arbeiten und sich an der Organisation antiamerikanischer Proteste beteiligen, nicht aus religiösen Gründen, sondern aus Vaterlandsliebe und kultureller Identifikation mit der muslimischen Welt. Der liberale, westlich gebildete Wanderer zwischen den Kulturen ist zu seinen traditionellen Wurzeln zurückgekehrt, ohne sich deswegen als religiöser Fundamentalist zu sehen. So ergibt der Titel des Romans vom Ende her einen anderen, als den zunächst vermuteten Sinn: "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte", ist ein Mann, der sich dem amerikanischen Fundamentalismus des Ökonomismus verweigert.

Ich sinnierte, dass ich mich immer über die Art und Weise geärgert hatte, wie Amerika sich in der Welt aufführte; die ständige Einmischung Ihres Landes in die Angelegenheiten anderer war unerträglich. () Überdies wusste ich als Pakistani aus Erfahrung - von wechselnden Perioden amerikanischer Hilfsleistungen und Sanktionen - dass Geld ein wesentliches Mittel war, mit dem das amerikanische Reich seine Macht ausübte. Es war richtig, dass ich mich weigerte, länger daran Anteil zu haben, dieses Projekt der Herrschaft zu befördern; das einzige Überraschende dabei war, dass ich soviel Zeit benötigt hatte, zu meiner Entscheidung zu gelangen.

Mohsin Hamid versteht es, seine komplexe, politisch wie psychologisch tiefschürfende Geschichte packend zu erzählen, und er besticht durch seinen ironisch-selbstironischen Tonfall, mit dem er eigene Vorurteile und die westliche Kultur aufs Korn nimmt. "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" ist einer jenen wenigen Romane, die man nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man einmal angefangen hat zu lesen.


Info:
Mohsin Hamid: Der Fundamentalist, der keiner sein wollte; Hoffmann und Campe, 17,95 Euro

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