Die Nachrichten
 

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten
 

Amnesty InternationalDeutsche Autokonzerne profitieren von Kinderarbeit im Kongo

Ein Kind und eine Frau arbeiten in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo an Steinen aus einer Kobalt-Mine. Sie sitzen im Staub. (AFP / Junior Kannah)
Ein Kind und eine Frau arbeiten in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo an Steinen aus einer Kobalt-Mine. (AFP / Junior Kannah)

Unternehmen aus aller Welt profitieren nach Angaben von Amnesty International weiterhin von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo.

Die Menschenrechtsorganisation nennt in einem Bericht unter anderem Apple, Samsung und Sony, aber auch deutsche Autokonzerne wie BMW, Daimler und Volkswagen. In den Kobalt-Minen des zentralafrikanischen Landes, aus denen laut Amnesty mehr als die Hälfte des weltweiten Bedarfs gedeckt wird, riskieren demnach schon Kinder ab sieben Jahren ihr Leben und ihre Gesundheit.

In einem Bericht heißt es, die Nachfrage nach Kobalt steige wegen des wachsenden Bedarfs an Energiespeichern zum Beispiel für Elektroautos und für erneuerbare Energien. Von den 29 untersuchten Unternehmen sei keines seinen Pflichten zur Offenlegung und Unterbindung von Menschenrechtsverletzungen hinreichend nachgekommen. Besondere Defizite weise die Autobranche auf, resümiert Amnesty. BMW und Daimler erklärten, man nehme den Bericht ernst. Die Lieferanten müssten aber schon jetzt hohe Anforderungen an die Arbeitsbedingungen erfüllen.