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AnkerzentrenWenig Interesse in den Bundesländern

Ein Raum mit Stockbetten innerhalb eines Wohnblocks der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken in Bamberg  (picture alliance / Nicolas Armer)
Ein Raum mit Stockbetten innerhalb eines Wohnblocks der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken in Bamberg (picture alliance / Nicolas Armer)

Bundesinnenminister Seehofer findet mit seinen Plänen für sogenannte Ankerzentren für Asylbewerber offenbar nur wenig Unterstützung in den Bundesländern.

Nach einem Bericht der Zeitung "Die Zeit" hat neben Bayern bislang nur Sachsen die Teilnahme an der Pilotphase zugesagt. Die ersten Ankerzentren, in denen Asylbewerber für die gesamte Dauer ihrer Antragsprüfung untergebracht werden, sollen im August öffnen. An dem Pilotprojekt sollten sich nach bisherigen Angaben unter anderem Nordrhein-Westfalen und Hessen beteiligen. Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Stamp äußerte sich der "Zeit" gegenüber aber zurückhaltend. Die Zentren könnten die Verfahren beschleunigen, aber nur, wenn sie richtig gestaltet wären. Hessen will keinen neuen Standort zur Verfügung stellen. Was in den Ankerzentren zu tun sei, geschehe schon lange in der Erstaufnahmeeinrichtung Gießen, sagte Ministerpräsident Bouffier. Und dabei bleibe es.

Diese Nachricht wurde am 16.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.