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Anti-Atom-Konferenz im VatikanPapst warnt die Welt vor Selbstmord

(picture alliance / dpa / Isabella Bonotto)
Der Vatikan in Rom (picture alliance / dpa / Isabella Bonotto)

Im Vatikan findet seit heute eine Konferenz für eine atomwaffenfreie Welt statt.

Zwei Tage lang beraten darüber unter anderem Vertreter der Vereinten Nationen, der Nato sowie Friedensnobelpreisträger. Ziel ist es, Nuklearwaffen vertraglich zu ächten. Papst Franziskus warnte vor dem Einsatz von Atomwaffen und den verheerenden Folgen. Atomwaffen schafften lediglich ein falsches Signal der Sicherheit. "Die Welt riskiert den Selbstmord", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

An der Konferenz nehmen auch elf Friedensnobelpreisträger teil, unter ihnen die US-Amerikanerin Jodi Williams. Für sie stellen sich unter anderem Fragen nach der Moral einer Gesellschaft, die die Herstellung von Atomwaffen erlaubt, und nach den Werten einer Wirtschaft, die Milliarden in solche Waffen investiert, während Millionen Menschen verhungern.

Der ehemalige Direktor der Internationalen Atomenergie Behörde, El Baradei, forderte, den Regierungen der Länder mit Atomwaffen klar zu machen, dass sie umdenken müssten - zum Wohl der Menschheit.

Die Vatikan-Konferenz ist das erste internationale Treffen zu dem Thema seit der Unterzeichnung des Abkommens für ein Atomwaffenverbot Anfang Juli in New York. Es hatten 122 Staaten unterzeichnet. Viele Länder, die im Besitz von Atomwaffen sind, boykottieren das Abkommen, so auch die Nato-Mitgliedstaaten.