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Antike GerücheZuhause roch es nach Weihrauch, im Tempel nach Pistazie

Das Bild ist von der Straße aus fotografiert, die sich zum Horizont hin verjüngt. An den beiden Seiten der Gehweg und aneinandergereihte Gebäude. (dpa / Waltraud Grubitzsch)
Wie roch es in der Antike? (Hier eine Aufnahme einer ausgegrabenen Straße von Pompeji) (dpa / Waltraud Grubitzsch)

In der Antike roch es unter anderem nach Pistazien, Weihrauch und Myrrhe.

Das sagen Wissenschaftler der TU Berlin. Zumindest in der Oasen-Stadt Tayma im heutigen Saudi-Arabien sei dies so gewesen. Die Stadt war im 2. Jahrhundert vor Christus ein Handelsknotenpunkt auf der Weihrauchstraße zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Mittelmeer.

Die Forscher haben Rückstände von den Scherben antiker Räuchergefäße untersucht und herausgefunden, was verbrannt wurde. Demnach roch es nicht überall gleich. Zum Beispiel wurden im Tempel Pistazien verbrannt, bei Begräbnisse Myrrhe und zuhause roch es bei den Menschen in Tayma eher nach Weihrauch.

Diese Nachricht wurde am 14.05.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.