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StartseiteLyrixApril 2012: Forschergeist04.04.2012

April 2012: Forschergeist

Die "Große Scheibenelektrisiermaschine" aus dem Physikalischen Kabinett im Kulturhistorischen Museum Görlitz und das Gedicht "Parabase" von Johann Wolfgang von Goethe bilden im April den Rahmen für Gedichte zum Thema "Forschergeist".

Barockhaus Neißstraße 30 des Kulturhistorischen Museums Görlitz (Kulturhistorisches Museum Görlitz)
Barockhaus Neißstraße 30 des Kulturhistorischen Museums Görlitz (Kulturhistorisches Museum Görlitz)
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Downloads:

lyrix-April2012-PDF-Deutschunterricht

Im April ist "lyrix" zu Gast im Kulturhistorischen Museum Görlitz. Diesmal dreht sich alles um Wissenschaft und das, was jeden Wissenschaftler antreibt - Forschergeist! Er ist der Ursprung jeder Idee und jeder großen Erkenntnis. Forschergeist lässt aber auch Kleinkinder ihre Umgebung erkunden und treibt Entdecker in die entlegensten Winkel der Erde. Aber nicht nur Wissenschaftler gehen ihrem Forschungsdrang nach. Viele Poeten widmen dem Forschen eigene Gedichte. Früher ging es dabei oft um Fortschrittskritik oder den Konflikt zwischen Kunst und Wissenschaft. Auch Goethe hat sich in seinem Gedicht "Parabase" mit dem Forschergeist des Menschen beschäftigt.

Die Scheibenelektrisiermaschine ist ein besonderes Symbol für den Forschergeist vergangener Zeiten. Sie entstammt dem späten 18. Jahrhundert und zeugt vom Wissensdurst der damaligen Zeit. Die Forschungen zu Elektrizität steckten noch in den Kinderschuhen, nur kleine elektrische Ladungen konnten erzeugt werden. Der damalige Besitzer der Elektrisiermaschine, Adolf Traugott von Gersdorf (1744-1807) konnte mit der Maschine Funken herstellen. Zu jener Zeit arbeitete er nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Die Maschine bestellte er 1792 in Amsterdam beim damals führenden Konstrukteur Cornelis van Wieckera und ließ sie sich in die Oberlausitz bringen. Sie gehört zu den letzten Elektrisiermaschinen ihrer Art weltweit.

Wie bei vielen anderen Forschungsvorhaben ging es bei der Elektrisiermaschine um Entdeckergeist und Entdeckerlust. Denn nicht nur die ersten Versuche, Elektrizität zu erzeugen, sondern auch neue Fortbewegungsmittel wie die Eisenbahn oder erste Dampfautomobile und so wichtige Erfindungen und Entwicklungen wie die Fotografie oder der Telegraf machen die Zeit um das ausgehende 18. Jahrhundert zu einer von Wissenschaft und Forschung bestimmten Epoche.

Forschergeist kann sich aber nicht nur in der Wissenschaft zeigen. Dass man mit ihm auch die eigene Sprache erkunden kann, zeigen die Gedichte vieler Lyriker. Im April freuen wir uns daher auf eure Gedichte zum Thema Forschergeist: Dichtet über berühmte Forscher, bahnbrechende Erkenntnisse, darüber, was diese Forscher antreibt und worüber sie wohl denken. Vielleicht springt ja der Funke über und ihr schickt uns auch Gedichte zur Scheibenelektrisiermaschine?

Einsendeschluss ist der 30. April 2012!

Hier findet ihr die lyrix-Regeln zum Nachlesen.
Für den Versand eures Gedichts findet ihr hier eine E-Mail-Vorlage.


Die Scheibenelektrisiermaschine:
Große Scheibenelektrisiermaschine (Rene Pech - Kulturhistorisches Museum Görlitz)Große Scheibenelektrisiermaschine (Rene Pech - Kulturhistorisches Museum Görlitz)
Mit der Großen Scheibenelektrisiermaschine erzeugte A.T. von Gersdorf erste elektrische Ladungen.







Das Physikalische Kabinett:
Physikalisches Kabinett des A.T. von Gersdorf (Rene Pech - Kulturhistorisches Museum Görlitz)Physikalisches Kabinett des A.T. von Gersdorf (Rene Pech - Kulturhistorisches Museum Görlitz)
Die Elektrisiermaschine ist Teil des Physikalischen Kabinetts A.T. von Gersdorfs.







Parabase
von Johann Wolfgang von Goethe

Freudig war vor vielen Jahren
Eifrig so der Geist bestrebt,
Zu erforschen, zu erfahren,
Wie Natur im Schaffen lebt.
Und es ist das ewig Eine,
Das sich vielfach offenbart.
Klein das Große, groß das Kleine,
Alles nach der eignen Art.
Immer wechselnd, fest sich haltend,
Nah und fern und fern und nah;
So gestaltend, umgestaltend -
Zum Erstaunen bin ich da



Kulturhistorisches Museum Görlitz
Das Kulturhistorische Museum Görlitz beherbergt Zeugnisse der Stadtgeschichte von den Anfängen der Besiedelung bis zur Gegenwart und eine eindrucksvolle Kunstsammlung von Mittelalter bis Moderne. Das Museum präsentiert sich in drei denkmalgeschützten Gebäuden: dem Kaisertrutz, dem Reichenbacher Turm und dem Barockhaus Neißstraße 30 mit dem Physikalischen Kabinett. Mit großen Geschäfts- und repräsentativen Privaträumen gilt das Barockhaus als das bedeutendste Handels- und Wohnhaus der Barockzeit in Görlitz. Als Teil der wissenschaftsgeschichtlichen Sammlung zeigt das Physikalische Kabinett des Adolf Traugott von Gersdorf über 200 Jahre alte Originalgeräte aus der Frühzeit der Elektrizitätsforschung.

Die begleitenden Unterrichtsmaterialien für den Deutschunterricht stehen hier als PDF zur Verfügung:

lyrix-April2012-PDF-Deutschunterricht

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