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StartseiteLyrixApril 2013: "Meerwert"01.04.2013

April 2013: "Meerwert"

Geheimnisse des Meeres

Im April ist »lyrix« zu Gast im OZEANEUM in Stralsund. Das Ausstellungsmodul "Biologische Vielfalt im Meer" und das Gedicht "MEERESSCHWÄMME" des zeitgenössischen Autors Ron Winkler dienen im April als Inspirationsquelle zum Thema "Meerwert".

Luftaufnahme OZEANEUM (Christian Rödel)
Luftaufnahme OZEANEUM (Christian Rödel)
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lyrix Unterrichtsmaterial April 2013

Unsere Meere bedecken circa zwei Drittel der Erde und dennoch sind sie bisher weniger erforscht als der Mond. Doch Forschung, aber auch die Industrie, erkennen immer mehr die Bedeutung der Meere für unsere zukünftige Entwicklung.

Aber nicht nur in der Zukunft wird uns das Meer mit seinen Geheimnissen beschäftigen, bereits in der Vergangenheit hat es die Menschen fasziniert und Lyriker, Autoren, Filmemacher und andere Kreative zu Abenteuergeschichten rund um die Unterwasserwelt inspiriert. Um nur einige wenige zu nennen: "20.000 Meilen unter dem Meer", "Abyss" oder "Der Schwarm".

Biologische Vielfalt im Meer (Johannes-Maria Schlorke)Biologische Vielfalt im Meer (Johannes-Maria Schlorke) Das Ausstellungsmodul "Biologische Vielfalt im Meer" in der Dauerausstellung "Erforschung und Nutzung der Meere" thematisiert die Volkszählung im Meer und verdeutlicht den faszinierenden Artenreichtum unter Wasser. In den Meeren gibt es mehrere Millionen Tier- und Pflanzenarten, viele davon sind bisher noch unbekannt. Die Schauvitrine zeigt exemplarisch 65 Nasspräparate in Schaugläsern zu den Tiergruppen Fische, Krebstiere, Weichtiere, Stachelhäuter und Nesseltiere. Die Dauerausstellung "Erforschung und Nutzung der Meere" verweist oft auf die Zukunft: Die Erforschung von Lebensräumen und Arten, die Entwicklung neuer Technologien, das Potential für die medizinische Forschung aber auch Gefährdungen durch Nutzung der Ozeane für Fischerei oder Rohstoffgewinnung sowie die Entwicklung von Schutzkonzepten sowie die Rolle von Politik und Gesellschaft betreffen vor allem zukünftige Generationen.

Eine lyrische Auseinandersetzung mit der Unterwasserwelt finden wir bei Ron Winkler, der in seinem Gedicht über geheimnisvolle und größtenteils unbekannte Meeresbewohner schreibt: die "MEERESSCHWÄMME".

Wir freuen uns auf eure Gedichte über das Meer und euren Blick in die geheimnisvollen Tiefen der Unterwasserwelt.
Hier findet ihr unsere E-Mail Vorlage.
Die aktuellen Wettbewerbsbedingungen könnt ihr online nachlesen.


MEERESSCHWÄMME

ihre Kolonie wirkte von weitem wie eine Ansammlung
geballter Fäuste. Fische
zogen über sie hinweg: schlanke sprachlose
Formen. die Schwämme -
sie fühlten sich an wie die Handschuhe,
die wir trugen -
badeten noch nur für sich selbst.
ihr Inneres Anleitung für Reisen
zum Mittelpunkt der Welt.
wir berührten sie, als wären sie Mahnmale
gegen ihre Verwendung als Reinigungsgegenstand.
uns gefiel ihre niedliche Apathie.
so nahmen wir einige mit, unsere Evolution
mit ihnen zu teilen.

(aus:Ron Winkler, FRAGMENTIERTE GEWÄSSER © Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH, Frankfurt am Main 2013, S. 81)


OZEANEUM Stralsund (Johannes-Maria Schlorke)OZEANEUM Stralsund (Johannes-Maria Schlorke)
OZEANEUM Stralsund
Eine Liebeserklärung an die Meere – Das OZEANEUM Stralsund zeigt Ausstellungen zu den Themen "Weltmeer", "Die Ostsee – Das Meer in unserer Mitte", "Erforschung und Nutzung der Meere" und "1:1 Riesen der Meere". Als lebendige Ergänzung der Ausstellungen präsentiert das OZEANEUM in über 40 Aquarien eine faszinierende Unterwasserreise durch die nördlichen Kaltwassermeere, angefangen vom Stralsunder Hafenbecken, über das Kattegat, das Wattenmeer, die Unterwasserwelt von Helgoland in der Nordsee bis hin zum Nordpolarmeer und zum Offenen Atlantik. Luft holen nicht vergessen!

Ron Winkler (Christiane Wohlrab)Ron Winkler (Christiane Wohlrab)
Ron Winkler
Ron Winkler, geboren 1973 in Jena, lebt in Berlin. Seine aktuellen Einzeltitel sind der Gedichtband Frenetische Stille (Berlin Verlag 2010) und der Kurzprosazyklus Torp (Verlagshaus J. Frank 2010). Von ihm herausgegeben erschienen zuletzt Die Schönheit ein deutliches Rauschen. Ostseegedichte (Connewitzer Verlagsbuchhandlung 2010) und Schneegedichte (Schöffling & Co 2011). Hinzu kommen Übersetzungen vor allem zeitgenössischer amerikanischer Lyrik
2005 erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis, 2006 den Mondseer Lyrikpreis. 2010 war er Stadtschreiber im argentinischen Córdoba, 2011 Stipendiat im Deutschen Studienzentrum Venedig. 2012 Aufenthalt im Baltic Centre for Writers and Translators in Visby. 2013 Stipendiat von Meridian Czernowitz in Chernivtsi.


Das Unterrichtsmaterial finden Sie hier.

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