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Seit 08:00 Uhr Nachrichten
StartseiteLebenszeitBefremdliche Welt aus Drill und Disziplin?23.01.2015

Arbeitgeber BundeswehrBefremdliche Welt aus Drill und Disziplin?

Als zukunftsorientierter und moderner Arbeitgeber wirbt die Bundeswehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht bei jungen Erwachsenen. Deren freiwilliges Engagement in staatsbürgerliche Verantwortung könnte der erste Schritt in einer längeres oder gar unbefristetes Ausbildungs- und Arbeitsverhältnis als Soldat oder Soldatin sein.

Von Judith Grümmer und Michael Roehl (Moderation)

Der Eingang zu einer Bundeswehrkaserne (Archivbild) (dpa / picture-alliance / Thomas Lehmann)
Der Eingang zu einer Bundeswehrkaserne (Archivbild) (dpa / picture-alliance / Thomas Lehmann)

Doch was junge Staatsbürger in Uniform dann im Kasernenalltag erleben, steht für viele Jugendliche im Widerspruch zu dem Anspruch der Armee als attraktiver Arbeitgeber.  Jeder vierte Freiwillige bricht seinen Freiwilligen Wehrdienst vorzeitig ab. Schon der raue Ton auf dem Kasernenhof, der  Drill, die geforderte Disziplin macht es vielen schwer, die  Grundausbildung zu Ende zu bringen. Der geforderte Gehorsam, den manche als Schikane erleben. Die strengen Hierarchien, die immer wieder auch als Machtmissbrauch erlebt werden.  Die körperlichen und psychischen Übergriffe, die nicht nur von Soldatinnen gefürchtet werden. Es gibt vieles, was junge Rekruten und Soldaten an der Bundeswehr zumindest hinter vorgehaltener Hand kritisieren.

Viele junge Erwachsene sind in ihren Familien dazu erzogen worden,  eigene Meinungen zu äußern, sich gegen ungerechte Behandlungen zu wehren und befremdlich Entscheidungen in Frage zu stellen. Wie erleben sie die ihnen bisher unbekannte Soldatenwelt? Wer bewirbt sich überhaupt freiwillig für zur Bundeswehr? Und wie hat sich der Arbeitgeber Bundeswehr verändert, seit die "Schule der Nation" auf Freiwillige angewiesen ist? Welches Selbstverständnis  braucht die Bundeswehr, um als modernes und  arbeitnehmerfreundliches Unternehmen auch zukünftig Soldaten jene Höchstleistungen abzufordern, die im Einsatz womöglich über Leben und Tod entscheiden?

Darüber diskutieren wir mit unseren Gästen und mit Ihnen:

Rufen Sie uns an unter der kostenfreien Telefonnummer: 00800 44 64 44 64 oder mailen Sie uns unter: lebenszeit@deutschlandfunk.de

Unsere Gesprächspartner:

  • Klaus-Dieter Petersen, Bundesjugendtrainer beim Deutschen Handballbund und ehemaliger Handballnationalspieler.
  • Professor Thomas R. Elßner, Militärseelsorger am Zentrum Innere Führung der Bundeswehr, Koblenz
  • Hauptmann Alexander Görlach, Kompaniechef der 7. Kompanie des Führungsunterstützungsbataillon 281 in Gerolstein
  • Rolf Clement, Journalist, sicherheitspolitischer Experte des Deutschlandfunks
  • Kapitänleutnant Felix Knoblich, Leiter Karriereberatungsbüro der Bundeswehr, Düsseldorf

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