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StartseiteNachrichten vertieftGauck warnt vor Selbstgefälligkeit19.11.2013

ArbeitgebertagGauck warnt vor Selbstgefälligkeit

Prominente Gäste auf dem Arbeitgebertag: Auch Bundespräsident Gauck hielt eine Rede in Berlin - und appellierte an Wirtschaft und Politik, nicht träge zu werden.

Bundespräsident Joachim Gauck (r-l), der neue Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, der DGB-Vorsitzende Michael Sommer sitzen in der ersten Reihe beim  Arbeitgebertag. (dpa/picture alliance/Jörg Carstensen)
Bundespräsident Gauck, der neue Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und der DGB-Vorsitzende Michael Sommer beim Arbeitgebertag. (dpa/picture alliance/Jörg Carstensen)


Die Liste der Redner ist hochkarätig besetzt: Bundespräsident Gauck, EU-Kommissar Günther Oettinger, Jörg Asmussen aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank, der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

Sie alle sprechen heute auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Bundespräsident Gauck nahm seine Rede zum Anlass, Politik und Wirtschaft vor Selbstgefälligkeit zu warnen. Er sagte, man dürfe sich nicht in der wohligen Gewissheit ausruhen, dass der Arbeitsmarkt gut in Schuss sei. Der Standort Deutschland brauche Dynamik.

Wegen des Fachkräftemangels appellierte Gauck auch an die Arbeitgeber, mehr für Frauen, Familien und Zuwanderer zu tun. Zitat: "Ja, deutsche Arbeitgeber werden auch künftig mehr geben müssen als Arbeit."


Kramer gegen Mindestlohn


Anschließend ergriff der frischgebackene Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer das Wort. Er warnte vor einem gesetzlichen Mindestlohn, wie ihn die SPD in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen will. Kramer wörtlich:

"Wer 8,50 Euro für alle verspricht, sollte ehrlich sagen, dass Beschäftigungssicherung auf dem heutigen Niveau oder gar Vollbeschäftigung damit nicht zu erreichen ist."

Kramer wies darauf hin, dass die kurzfristigen konjunkturellen Aussichten in Deutschland zwar gut seien. Aber: Die Investitionen lägen noch unter dem Niveau von vor der Finanzkrise. Und außerdem investierten viele Firmen im Ausland - und das müsse wachrütteln.

Auch zum Thema Energie fand Kramer deutliche Worte: Er forderte eine grundlegende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG und verlangte, dass die Strompreise nicht weiter steigen dürften.

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