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ArtenschutzAbholzung von Wald in Indonesien bedroht Tiger

Ein Sumatra-Tiger, aufgenommen im Zoo von Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)
Ein Sumatra-Tiger, aufgenommen im Zoo von Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Der Sumatra-Tiger könnte bald Geschichte sein.

Davor warnen drei Forscher im Fachmagazin Nature Communications. Das Abholzen von Waldgebieten auf der indonesischen Insel zwischen 2000 und 2012 hat der Studie zufolge die Bedrohung der Großkatzen weiter verschärft.

In den verbliebenen geschützten Wald-Arealen hat die Tiger-Dichte dagegen zugenommen. Allerdings seien nur zwei Gebiete groß genug, um robuste Populationen mit mehr als 30 fortpflanzungsfähigen Tiger-Weibchen zu unterhalten. Damit die Art nicht ausstirbt, sei es nun entscheidend, eine weitere Zerstückelung der Waldgebiete zu vermeiden, so die Autoren.

Die Wissenschaftler kombinierten unterschiedliche Methoden, um die Tiger-Dichten in unterschiedlichen Gebieten in den vergangenen Jahrzehnten zu ermitteln. Dabei griffen sie auf ältere Studien sowie Daten von Kamerafallen und Tierfängen zurück. Der Studie zufolge nahm die Gesamtzahl der Sumatra-Tiger im Untersuchungszeitraum um knapp 17 Prozent ab. In geschützten Waldgebieten stieg die Zahl seit 1996 dagegen jährlich um fast fünf Prozent an.

Beim Sumatra-Tiger handelt es sich um die kleinste lebende Unterart des Tigers. Schätzungen der Weltnaturschutz-Union zu folge gibt es nur noch wenige hundert Individuen der Art.