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AserbaidschanJournalist zu Haftstrafe verurteilt

Die Flagge von Aserbaidschan. (picture-alliance / dpa / RIA Nowosti)
Die Flagge von Aserbaidschan. (picture-alliance / dpa / RIA Nowosti)

In Aserbaidschan ist ein investigativer Journalist zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht sprach Afgan Muchtarli wegen Schmuggels, illegalen Grenzübertritts und Widerstands gegen seine Festnahme schuldig. Menschenrechtsaktivisten bezeichneten die Vorwürfe als erfunden und forderte die umgehende Freilassung des Verurteilten. Der Journalist beteuerte seine Unschuld. Sein Anwalt kündigte Berufung an.

Muchtarli erklärte, er sei im Mai vor seinem Haus im benachbarten Georgien niedergeschlagen und nach Aserbaidschan gebracht worden. Seine Kidnapper hätten ihm außerdem 10.000 Euro zugesteckt. Muchtarli hatte in Aserbaidschan über Korruption berichtet und war 2015 nach Georgien geflüchtet, weil er eine Strafverfolgung wegen seiner Arbeit befürchtete. Menschenrechtsorganisationen beschreiben seinen Fall als Teil eines systematischen Vorgehens gegen Kritiker und unabhängige Medien.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.