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AsylsuchendeUnterschiedliche Schutzquoten je nach Bundesland

Junge Frauen aus Afghanistan und Syrien verfolgen am 27.04.2016 in einer Flüchtlingsunterkunft in Neu-Isenburg (Hessen) eine Informationsveranstaltung über die Grundsätze der Demokratie. In den Kursen werden die Flüchtlinge auch über die Gefahren des islamischen Extremismus aufgeklärt. (Boris Roessler/dpa)
Junge Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien (Boris Roessler/dpa)

Die Anerkennungsquoten für Asylsuchende unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.

Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten, geht das aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Jelpke hervor. So lag bei Flüchtlingen aus dem Irak die Schutzquote in Berlin bei etwa 50 Prozent, während sie in Bremen mehr als 96 Prozent betrug. Auch bei Antragstellern aus dem Iran oder aus Afghanistan gab es erhebliche Unterschiede.

Demmnach liegt die Spannbreite der positiven Asylbescheide bei Antragstellern aus Afghanistan zwischen 30,9 Prozent in Brandenburg und 65 Prozent in Bremen. Bei Asylbewerbern aus dem Iran habe die Schutzquote in der ersten Jahreshälfte zwischen 37,6 Prozent in Bayern und 85 Prozent in Bremen betragen. Die Schutzquoten von syrischen Asylbewerbern lägen dagegen in allen Bundesländern über 99 Prozent.

Jeplke kritisierte, es dürfe nicht sein, dass Flüchtlinge in manchen Ländern nur halb so große Chancen auf einen Schutzstatus haben wie anderswo. Den Gründen für die auffälligen Abweichungen in einigen Bundesländern müsse nachgegangen werden.