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Attentat von Las Vegas"Ein Akt des absolut Bösen"

Eine Konzertbesucherin sitzt am 02.10.2017 in Las Vega (Nevada, USA) nahe des Mandalay Bay Resort und Casinos am Las Vegas Strip. In der US-Metropole Las Vegas sind nach Polizeiangaben mehr als 50 Menschen von Schüssen getötet worden.  (AP / John Locher)
Schüsse in Las Vegas. (AP / John Locher)

Bei einem Attentat auf ein Musik-Festival in Las Vegas sind mindestens 58 Menschen getötet worden. Mehr als 500 Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei der Stadt im US-Bundesstaat Nevada mit. Der Täter - ein 64 Jahre alter Mann - tötete sich offenbar selbst. US-Präsident Trump bezeichnete das Attentat als einen "Akt des Bösen."

Das ist bislang bekannt:

  • Während eines Country-Konzerts in Las Vegas sind Schüsse gefallen.
  • Bei dem Angriff wurden laut Polizei mindestens 58 Menschen getötet, mehr als 500 sind ins Krankenhaus gebracht worden.
  • Der Täter schoss offenbar von einer oberen Etage eines Hotels auf die Konzertbesucher.
  • Die Ermittler identifizierten einen 64 Jahre alten Mann als Täter. Der Angreifer ist tot. Er hat sich nach neuesten Erkenntnissen der Polizei offenbar selbst getötet.
  • Der sogenannte Islamische Staat reklamierte den Anschlag unterdessen für sich und erklärte, der Täter sei jüngst zum Islam übergetreten. Die Polizei geht dagegen von einem Einzeltäter aus, der keine Verbindungen zu extremistischen, internationalen  Terrororganisationen hatte. Entsprechend äußerte sich auch ein Sprecher der US-Bundespolizei FBI. 
  • US-Präsident Trump bezeichnet in einer Rede die Todesschüsse von Las Vegas als "Akt des absolut Bösen". Trump rief die Amerikaner in der Stunde der Trauer zur Einigkeit und zum Zusammenhalt auf.
  • In Las Vegas haben die Krankenhäuser die Menschen dazu aufgerufen, Blut zu spenden, um die Verletzten versorgen zu können. 

Ein Todesschütze hat bei einem Country-Musik-Festival in der US-Casinometropole Las Vegas mindestens 58 Menschen erschossen. 500 Menschen wurden inzwischen ins Krankenhaus gebracht. Das teilte die Polizei mit. Nie zuvor in der Kriminalgeschichte der USA kamen bei einem derartigen Verbrechen mehr Menschen ums Leben. In Las Vegas haben die Krankenhäuser die Menschen dazu aufgerufen, Blut zu spenden, um die zahlreichen Verletzten versorgen zu können. Viele Menschen folgten dem Aufruf:

US-Präsident Donald Trump sprach über Twitter den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus:

In einer Rede bezeichnete er die Todesschüsse von Las Vegas als "Akt des absolut Bösen". Trump rief die Amerikaner in der Stunde der Trauer zur Einigkeit und zum Zusammenhalt auf. Er selbst werde am Mittwoch nach Las Vegas reisen. Der Präsident ordnete an, die Flaggen auf den öffentlichen Gebäuden der USA zum Zeichen der Trauer auf Halbmast zu setzen.

US-Präsident Donald Trump spricht am 02.10.2017 bei einer Pressekonferenz in Washington über das Massaker in Las Vegas.  (dpa / AP / Evan Vucci)US-Präsident Trump äußert sich zum Schüssen in Las Vegas (dpa / AP / Evan Vucci)

Der Gouverneur von Nevada, Brian Sandoval, sprach von einer tragischen und abscheulichen Gewalttat. "Unsere Gebete gelten allen, die von diesem feigen Akt betroffen sind."

Laut Polizei feuerte der Schütze am Sonntag gegen 22.00 Uhr Ortszeit vom 32. Stockwerk eines Hotels an der berühmten Casino-Meile aus auf Besucher des Konzerts. Zur Tatzeit sollen rund 30.000 Besucher dort gewesen sein. Die Beamten konnten den mutmaßlichen Täter stellen. Es soll sich um einen 64 Jahre alten Mann handeln. Nach neuesten Erkenntnissen der Polizei hat sich der Mann selbst getötet.

"Einsamer Wolf"

Nach Angaben des Bezirk-Sheriffs Joseph Lombardo gehen die Ermittler nicht von einem extremistischen Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter habe nach ersten Erkenntnissen keine Verbindungen zu militanten Gruppen gehabt. Lombardo sagte, man glaube derzeit an einen Einzeltäter - einen sogenannten einsamen Wolf. Zuvor hatte die Polizei auch nach einer Frau gesucht, die vor dem Vorfall zusammen mit dem Verdächtigen gereist sei. Man habe sie mittlerweile gefunden. Die Polizei bezeichnete die Frau nicht als mögliche Komplizin, sondern teilte lediglich mit, sie solle als "Person von Interesse" befragt werden.

Flüge umgeleitet

Sänger Jason Aldean, während dessen Auftritt die Schüsse fielen, sprach von einer "schrecklichen Nacht". "Mir fehlen immer noch die Worte, aber ich wollte euch wissen lassen, dass ich und meine Crew in Sicherheit sind. Meine Gedanken und Gebete gelten allen, die heute betroffen wurden." Es schmerze ihn zutiefst, dass dies Menschen zugestoßen sei, die gekommen seien, um Spaß zu haben. Es hätte "eine Nacht mit Spaß sein sollen".

Die Polizei hatte die Bevölkerung per Twitter dazu aufgerufen, die Gegend nahe der bekannten Casino-Meile und dem Flughafen zu meiden. Sie schrieb auch, dass einige Flüge umgeleitet worden seien. Der bekannte Boulevard der Metropole sei gesperrt worden. Die Polizei bat zudem Augenzeugen, den Beamten Video- und Fotomaterial für weitere Ermittlungen zur Verfügung zu stellen.

(tzi/ach)

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