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StartseiteDas FeatureAuf der anderen Seite27.05.2011

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Wenn Menschen Gefangene ihres Körpers sind

Patienten, die etwa nach einem Schlaganfall unter dem Locked-in-Syndrom leiden, sind vollständig gelähmt, aber eben ganz bei Bewusstsein. Sie sehen, fühlen, hören - doch äußern können sie sich nicht. Ein Wimpernschlag ist meistens das einzige Lebenszeichen, das sie noch von sich geben.

Von Michael Langer

Patientin mit Locked-in-Syndrom (Wolfgang Noelke)
Patientin mit Locked-in-Syndrom (Wolfgang Noelke)

Jean-Dominique Bauby diktierte vor seinem Tod bekanntlich mittels Augenzwinkern noch ein ganzes Buch unter dem Titel "Schmetterling und Taucherglocke".

Karl-Heinz Pantke hörte, nachdem ihn der Schlag getroffen hatte, wie man ihn schon für tot erklärte. Er hatte jedoch Glück, Mut und Kraft, bekam Hilfe und kämpfte sich jahrelang ins Leben zurück.

Für gesunde Menschen verspricht der Locked-in-Zustand nur Horror und Verzweiflung und nichts Lebenswertes mehr. Aber immer mehr Dokumente von Betroffenen zeigen, wie sehr der Mensch an diesem Leben hängt.

Wer sieht den Lidschlag? Hört jemand zu? Was ist Bewusstsein? Warum ist das Leben lebenswert?

DLF 2011

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