Donnerstag, 14.12.2017
StartseiteInterviewRenaissance der Auseinandersetzung mit Fritz Bauer27.09.2015

Auschwitz-ProzessRenaissance der Auseinandersetzung mit Fritz Bauer

Die erstaunliche Konjunktur von Fritz Bauer 50 Jahre nach dem Auschwitz-Prozess überrasche ihn nicht, sagte Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist, im DLF. Mit wachsendem Abstand werde einem die Größe dieses Menschen erst wirklich bewusst. Durch sein Drängen und Insistieren musste sich die Gesellschaft der BRD mit den NS-Verbrechen auseinandersetzen.

Micha Brumlik im Gespräch mit Kathrin Hondl

Micha Brumlik, ehemaliger Leiter des Fritz-Bauer-Instituts, spricht gestikulierend in ein Mikrofon. (imago / IPON)
Micha Brumlik, ehemaliger Leiter des Fritz-Bauer-Instituts (imago / IPON)
Mehr zum Thema

Der Generalstaatsanwalt und der Schriftsteller Erkenntnisse aus der Korrespondenz zwischen Fritz Bauer und Thomas Harlan

Gedenkstätten-Besuche "Verpflichtung der Jugendlichen ist nicht der richtige Weg"

Streit um Fritz Bauer "Ich halte das für abwegig"

Fritz Bauer-Film "Ein absolutes Muss"

Auschwitz-Prozesse Frankfurt Als die Vergangenheit Gegenwart wurde

Ausstellung Ein deutscher Ausnahmejurist

Faszinierend sei, dass ein einziger Mensch durch seinen eisernen Willen und seine moralische Integrität die Gesellschaft dieses Landes dazu gebracht habe, sich ihrer Geschichte zu stellen, so Brumlik, ehemaliger Leiter des Fritz Bauer Instituts.

Am kommenden Donnerstag läuft der Film "Der Staat gegen Fritz Bauer" an. Darin geht es um das Zustandekommen des Auschwitz-Prozesses, für das der Hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gesorgt hatte.

Eine schwarz-weiß Aufnahme von Fritz Bauer aus dem Jahr 1961. (picture-alliance/ dpa /Goettert)Fritz Bauer verstand die Aufarbeitung der Nazi- Verbrechen als Voraussetzung einer demokratischen Nachkriegsgesellschaft. (picture-alliance/ dpa /Goettert)
Sie können das Gespräch mit Micha Brumlik mindestens sechs Monate in unserem Audio-Archiv nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk