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Auschwitz-ProzessaktenOffiziell ins Weltdokumenten-Erbe aufgenommen

(Eibner Europa | imago)
Auschwitz-Prozesskaten Unesco-Weltdokumentenerbe (Eibner Europa | imago)

Die Akten des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses in den Jahren 1963 bis 1965 sind offiziell Bestandteil des Unesco-Weltdokumentenerbes.

Bei einem Festakt im ehemaligen Verhandlungssaal erinnerte die Präsidentin der deutschen Unesco-Kommission, Metze-Mangold, an die Bedeutung der Prozessakten auch für die Gegenwart. Unrecht dürfe nicht schweigend hingenommen werden. Vor allem die Tonbandprotokolle der Zeugen spiegelten den unvorstellbaren Schrecken des größten deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers wider.

Hessens Wissenschaftsminister Rhein erklärte, der Auschwitz-Prozess habe das Selbstverständnis der jungen Bundesrepublik verändert. Er erinnerte auch an die Rolle des damaligen hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, der gegen erhebliche Anfeindungen den Prozess vorangetrieben habe.

Diese Nachricht wurde am 17.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.