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AustralienProteste gegen Kadaver-Performance von Aktionskünstler Nitsch

Hermann Nitsch sitzt - eine Krücke in der Hand - vor einem seiner Werke in der Ausstellung "Das Orgien Mysterien Theater" im Zisa Zona Arti Contemporanee Art (ZAC) in Palermo, aufgenommen 2015.  (imago/ZUMA Press)
Der österreichische Maler und Aktionskünstler Hermann Nitsch (imago/ZUMA Press)

Tausende Australier haben sich mit einer Petition gegen eine geplante Performance des österreichischen Aktionskünstlers Hermann Nitsch gewandt.

Während der im Juni geplanten dreistündigen Performance auf der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien wird zwar kein Tier getötet, doch gehören Blut und der Kadaver eines frisch geschlachteten Bullen dazu. Nitsch ist dafür bekannt, Tierkörper, Blut und Teile geschlachteter Tiere zu benutzen. Er zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Wiener Aktionismus.

Die Aufführung, die als "blutiges Opferritual" beschrieben wird, soll im Rahmen des Dark-Mofo-Kunstfestivals in einem Museum in der Inselhauptstadt Hobart stattfinden. Der Gründer des Museums für Alte und Neue Kunst, David Walsh, verteidigte die Aufführung. "Ich will, dass die Zuschauer darüber nachdenken, warum Fleisch als Lebensmittel in Ordnung ist, aber Fleisch für Rituale oder Unterhaltung nicht", schrieb er in dem Museumsblog.