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StartseiteHintergrundAusverkauf in den Entwicklungsländern20.09.2009

Ausverkauf in den Entwicklungsländern

Die weltweite Vermarktung von Ackerland am Beispiel von Kambodscha

Immer mehr Investoren pachten in Entwicklungsländern langfristig Ackerland. Ziel ist nicht, Nahrungsmittel für die Menschen vor Ort zu produzieren, sondern es geht vor allem um den Export. Die heimische Bevölkerung schaut hilflos zu.

Von Thomas Kruchem

Das Leben in Entwicklungsländern ist hart - wie das Beispiel des täglichen Wasserholens zeigt: Jetzt greifen auch noch ausländische Investoren nach dem wertvollen Ackerland.
Das Leben in Entwicklungsländern ist hart - wie das Beispiel des täglichen Wasserholens zeigt: Jetzt greifen auch noch ausländische Investoren nach dem wertvollen Ackerland.

Das Dorf Meanchey in Kambodschas Nordostprovinz Kratie besteht aus schmucken ziegelgedeckten Holzhäusern auf meterhohen Stelzen, gebettet in sattem Grün aus Bananenstauden, Palmen und Laubbäumen. Da und dort kleine Reis-, Süßkartoffel- und Kassavafelder; fette Schweine suhlen sich im Schlamm, geneckt von einfach, aber ordentlich gekleideten Kindern - während die meisten Erwachsenen Siesta halten.

"Wir Ureinwohner vom Volk der Steang leben seit Jahrhunderten in und von diesem Wald", sagt Saroen Kreth, der Dorfälteste. "Wir betreiben Wanderfeldbau, sammeln Früchte, Pilze und Rattan." Dann führt der alte Mann den Besucher einige hundert Meter weg vom Dorf bis urplötzlich der Wald endet und unter gleißender Sonne eine Wüste frisch gerodeten rot-braunen Erdreichs auftaucht, an deren Rändern sich Bulldozer immer tiefer in den Wald hineinfressen.

"Im Juli 2008 tauchten plötzlich Bulldozer einer Firma mit dem Namen CVI hier auf und begannen, den Wald, den wir seit Generationen nutzen, zu roden. Auch mehrere unserer Kassava- und Reisfelder zerstörten die Bulldozer; und dann pflanzten die Arbeiter überall Gummibäume. Als wir bei den Behörden protestierten, kamen schließlich der Distrikts-Gouverneur und ein CVI-Manager in unser Dorf. Die Firma sei hier, sagten sie, um die Armut der Menschen zu bekämpfen. Sie wolle die Gegend entwickeln und Arbeitsplätze schaffen. Wir wollen nicht als Sklaven auf einer Gummibaum-Plantage arbeiten, haben wir daraufhin gesagt. Wir wollen wie unsere Vorfahren unser eigenes Land im Wald bewirtschaften. Der Gouverneur und der Manager aber haben uns gar nicht zugehört."

Alltag in Kambodscha. Mächtige Politiker, Militärs oder Firmen interessieren sich für Land, das seit langem von Ureinwohnern oder Reisbauern genutzt wird - meist jedoch ohne verbriefte Eigentumstitel. Dies gibt den Mächtigen Gelegenheit, von der Regierung so genannte wirtschaftliche Landkonzessionen zu erwerben, die den Inhabern erlauben, gewaltige Flächen zu nutzen. Kleinbauern, die darauf leben, werden einfach vertrieben - ohne Rücksicht auf das mit europäischer Hilfe konzipierte Landgesetz Kambodschas.

Nach diesem Gesetz dürfen, zum Beispiel, Landkonzessionen maximal 10.000 Hektar umfassen; tatsächlich gibt es welche für bis zu 300.000 Hektar. Nach dem Gesetz muss auch vor der Vergabe von Konzessionen mit der betroffenen Bevölkerung verhandelt werden; Eigentumsansprüche sind zu respektieren, angemessene Entschädigungen zu zahlen.

Doch niemand setzt das Gesetz durch - auch und gerade nicht die Justiz, die sich nach der Diktatur der "Roten Khmer" immer noch im Wiederaufbau befindet.

In den kommenden Jahren nun könnten die Landvertreibungen in Kambodscha neue Dimensionen erreichen, meinen Experten. Denn immer mehr ausländische Investoren interessieren sich neuerdings für die fruchtbaren Böden des Landes, wo auf der Fläche Deutschlands 14 Millionen Menschen leben, zu 80 Prozent Subsistenzbauern.

Zu den neuen Investoren zählen die Scheichtümer Kuwait und Katar, die in Kambodscha Reis für ihren Bedarf anbauen wollen. Die Scheichtümer haben Kambodscha eine Milliarde Dollar an Krediten für Bewässerungsanlagen zugesagt und bekommen zunächst 200.000 Hektar Ackerland für 99 Jahre.

Diese Großinvestitionen von Ausländern in Kambodscha zeigten einen neuen Trend auf - betont Entwicklungsexperte Raphael Schneider von der "Deutschen Welthungerhilfe". Denn weltweit erwerben derzeit ausländische Investoren Land in Entwicklungsländern:

"Seit der Nahrungsmittelkrise vom letzten Jahr mit den hohen Preisanstiegen für Lebensmittel suchen vermehrt Länder, die selber nicht genug landwirtschaftliche Produkte erzeugen können, nach neuen Anbaumöglichkeiten und drängen massiv in Entwicklungsländer rein - weil dort Land günstig und einfach zu bekommen ist. Einerseits, weil die Regierungen nicht so genau kontrollieren beziehungsweise gerne Geschäfte tätigen, mit denen sie an Devisen kommen; andererseits aber auch, weil dort die Landrechte nicht so genau kontrolliert werden wie in anderen Regionen. Es ist also einfach, an Land heranzukommen."

Ackerland, jahrzehntelang von Investoren kaum beachtet, gilt plötzlich als hochprofitable Anlage in einer Welt, die 2050 neun Milliarden Menschen ernähren muss. Weltweit nämlich nehmen die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ab: Sie werden übernutzt, erodieren und versalzen; sie degenerieren infolge des Klimawandels zu Wüste oder werden zugebaut. In den letzten 20 Jahren haben sich so die weltweit verfügbaren Agrarflächen pro Kopf halbiert; und neue "grüne Revolutionen", die - wie in den 70er-Jahren - Erträge enorm steigern, sind nicht zu erwarten.

Keine guten Aussichten also für Länder, die selbst zu wenig Nahrung für den eigenen Bedarf produzieren - wie die arabischen Staaten, Israel, Südkorea, Japan und China. Investoren aus solchen Ländern und profitorientierte Agrar- und Finanzinvestoren weltweit stürzen sich deshalb jetzt auf riesige Flächen in den ärmsten Ländern Afrikas und Asiens. Hier wollen sie ihre Versorgung mit Getreide sichern und auch die mit Biosprit, für den die Nachfrage bald wieder wachsen dürfte.

In Laos, zum Beispiel, hat das ex-kommunistische Regime bereits 15 Prozent des Staatsgebiets für bis zu 70 Jahre an skandinavische, japanische und chinesische Firmen verpachtet; in den fünf afrikanischen Staaten Äthiopien, Mali, Madagaskar, Mosambik und Sudan haben ausländische Investoren binnen kurzem Flächen erworben, die zusammen weit größer sind als Hessen.

Zu den größten Investoren in Afrika zählt Philippe Heilberg, Chef der New Yorker Firma "Jarch Capital". Heilberg engagiert sich vor allem im Süd-Sudan, der - wie er hofft - demnächst zum unabhängigen Staat avanciert:

"Der Süd-Sudan ist ein Schatzkästlein natürlicher Ressourcen. Und da der Friedensvertrag von 2005 mehr oder weniger die politische Entwicklung der nächsten Jahre vorzeichnet, entspricht die Region unseren Investitionskriterien. Viele Ressourcen dort sind - wegen des Bürgerkriegs - noch nicht erforscht, geschweige denn ausgebeutet. Zum Beispiel könnte der Süd-Sudan weit mehr Erdöl exportieren als, wie heute, 500.000 Fass täglich. Die Region verfügt über erhebliche Lagerstätten an Gold, Uran, Zink; und riesige Flächen fruchtbaren Landes werden - wegen des Kriegs - bislang nicht bewirtschaftet."

"Jarch Capital" habe sich, so Heilberg, die vielleicht besten Flächen des Süd-Sudan gesichert:

"Zu den Regionen, auf die wir uns konzentrieren, zählt der sehr dünn besiedelte Bundesstaat Unity - und dort insbesondere der Bezirk Myam. In Myam haben wir, dank unserer guten Kontakte dort, kürzlich 400.000 Hektar pachten können - für 50 Jahre. 150.000 Hektar sind Sumpf, 250.000 aber extrem fruchtbares Ackerland, das bislang kaum bewirtschaftet wird. Die Böden sind ideal für den Anbau von Getreide; es gibt viel Wasser; nur der Mangel an Straßen wird den Transport von Gütern etwas erschweren."

In Kambodscha zeigt schon wenige Kilometer außerhalb der Hauptstadt Phnom Penh das Land sein wahres, zutiefst bäuerliches Gesicht. Von Lotus-Blüten bedeckte Teiche tauchen auf, Bananenstauden, in kleinste Parzellen aufgeteilte Reisfelder, wo Männer mit nacktem Oberkörper den tiefen Boden pflügen.

Weit häufiger als noch vor wenigen Jahr jedoch erstrecken sich entlang der Straßen zwischen den Parzellen kilometerlange Plantagen: endlose Reihen Cashewnuss-Bäume, unter denen Arbeiter Nüsse sammeln; dunkelgrüne Gummibäume, Kassava für die Produktion von Biosprit.

Die meisten dieser Plantagen sind erst wenige Jahre alt. Chinesen und Vietnamesen haben hier investiert und bescheren dem armen Kambodscha dringend benötigte Devisen; Devisen, die - aufgrund der Weltfinanzkrise - Textilindustrie, Tourismus und Bauwirtschaft nicht mehr erwirtschaften.

Kein Wunder, dass die Regierung jetzt auf ihre letzte potenzielle Einnahmequelle setzt: die Landwirtschaft: Kambodscha hat gute Böden und viel Wasser, erntet aber bislang nur halb so viel Reis pro Hektar wie Thailand und Vietnam. Das Problem sei, meint die Regierung, dass es zu wenige Bewässerungssysteme gebe im Land. "Das müssen wir ändern", erklärt Premier Hun Sen und lädt Investoren, die in Kambodscha Nahrungsmittel produzieren wollen, geradezu ein.

Die große Frage lautet: Was bedeuten solche Investitionen für Kambodscha? - Sie erhöhen die Ernteerträge, sagen Geschäftsleute wie Chan Vuthy, Manager der größten Reismühle des Landes. Sie brächten Devisen; könnten beitragen zum Ausbau der ländlichen Infrastruktur und zur Entwicklung einer Nahrungsmittel verarbeitenden Industrie:

"Ich glaube, solche Investitionen sind gut für die ländliche Entwicklung in Kambodscha. Die Investoren bringen ja Wissen und Technologie mit, wovon unsere Kleinbauern profitieren. Allerdings müssen wir zugleich unsere Kapazitäten, gut geschälten Reis zu exportieren, verbessern. Bislang erfüllen wir da leider nicht die internationalen Qualitätsnormen. Wir exportieren bis heute Rohmaterial nach Thailand und Vietnam, von wo der Reis geschält in die Industrieländer weiterverkauft wird."

Ja, meint auch Raphael Schneider von der "Welthungerhilfe". Theoretisch könnten ausländische Investitionen in Ackerland die ländliche Entwicklung in betroffenen Ländern fördern:

"Wenn das sorgfältig geplant ist, dann kann es tatsächlich auch positive Impulse setzen, wenn solche Länder dann erschlossen werden, wenn Straßen gebaut werden, Brücken gebaut werden, das Wassersystem verbessert wird, aber auch Bewässerungssysteme aufgebaut werden. Es gibt viele Gebiete in afrikanischen Regionen, die sehr schlecht erschlossen sind, weil die Transportwege nicht ausgebaut werden. Es gibt also keine Straßen; in der Trockenzeit sind die Pisten gerade noch so passierbar, in der Regenzeit sind sie unpassierbar. Und diese Regionen sind nicht an den Markt angeschlossen. Und da sind natürlich Investoren eine Chance für diese Regionen."

... vorausgesetzt, dass die Investitionen transparent, rechtsstaatlich und unter demokratischer Kontrolle ablaufen. Genau dies jedoch, berichtet Schneider, sei in Kambodscha nicht der Fall - so wie in vielen besonders armen und undemokratisch regierten Entwicklungsländern. Verträge würden dort hinter verschlossenen Türen ausgehandelt - meist ohne Beteiligung des Parlaments oder der Zivilgesellschaft; eine Verpflichtung der Investoren, in Straßen, Schulen und Bewässerungsanlagen für Kleinbauern zu investieren oder Jobs anzubieten, existiere meist gar nicht, oder die Verpflichtung sei sehr vage formuliert; Korruption sei vielfach offensichtlich.

"Land grabbing", kaum bemäntelten Landraub nennen das Experten. In Ländern wie Kambodscha und Laos werden schon heute Bauern zugunsten ausländischer Investoren vertrieben; in Ländern wie Äthiopien und Tansania werden derzeit riesige Flächen eingezäunt, auf denen traditionell die lokale Bevölkerung Vieh weiden lässt und Holz sammelt:

"Es geht eben nicht darum, Nahrungsmittel zu produzieren für die Bewohner des Landes, um Ernährungssicherheit zu schaffen, sondern es geht vor allen Dingen um den Export. Das heißt, diese Investitionen, die von ausländischen Investoren getätigt werden, kommen nur selten der lokalen Bevölkerung zugute. Sie werden oftmals enteignet, dass heißt, in vielen dieser Länder wird tatsächlich vom Staat aus Gewalt angewandt, um die Menschen von ihren Ländereien zu vertreiben. Das ist dokumentiert in Indonesien, es ist dokumentiert in Kambodscha; es passiert aber auch schon in einigen afrikanischen Ländern."

In Kambodscha hat die Summe der wirtschaftlichen Landkonzessionen inzwischen zwei Millionen Hektar erreicht - bei einer bewirtschafteten Fläche von insgesamt weniger als drei Millionen Hektar, schätzt Yang Saing Koma, Chef der landwirtschaftlichen Entwicklungsorganisation CEDAC. Und mindestens die Hälfte der Konzessionen befinde sich de facto in den Händen von Ausländern.

Koma leugnet nicht den Modernisierungsschub, den Großinvestitionen aus Kuwait und Katar Kambodschas Landwirtschaft verleihen können; für bedeutender jedoch hält er die Gefahren - große Gefahren für die ländliche Gesellschaft und auch für die Umwelt, weil Großinvestoren fast immer sehr intensiv produzieren:

"Intensiver Reisanbau ist hier in Kambodscha extrem gefährlich für die Umwelt. Wer, mit Hilfe von Bewässerungssystemen, in der Trockenzeit eine zweite und dritte Ernte erzielen will, greift zwangsläufig auch zu Dünger und Pestiziden, die unser Wasser belasten - das Wasser des Tonle Sap-Sees insbesondere, dessen Fischbestände 70 Prozent des kambodschanischen Proteinbedarfs decken. Auch das Roden von Wäldern für den Reisanbau gefährdet den Lebensraum der Fische, weil von abgeholzten Flächen besonders viel Erdreich in den See gespült wird."

Die enge Verbindung von Reisanbau und Fischerei in Kambodscha, erläutert der Agrarexperte, funktioniere nur mit einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die das Ökosystem weitgehend intakt lasse. Eine staatlich geförderte Entwicklung hin zur radikal profitorientierten Plantagenwirtschaft jedoch würde sowohl dies Ökosystem zerstören als auch Millionen Kleinbauern von ihrem Land verdrängen.

Tatsächlich besitzen schon heute zwei Drittel der kambodschanischen Bauern kein eigenes Land mehr oder weniger als einen Hektar; sie kämpfen täglich ums Überleben. Und als Arbeiter auf großen Plantagen ginge es ihnen wohl noch schlechter - sagen fast alle Erfahrungen weltweit. Überdies ernährt eine mit Maschinen ausgestattete Plantage weit weniger Menschen als viele kleine Höfe auf der gleichen Fläche. Und Jobs außerhalb der Landwirtschaft gibt es bislang nur wenige im ländlichen Kambodscha.

Und so sind in den letzten Jahren zahllose Bauernfamilien, die ihr Land schon verlassen mussten, in die Hauptstadt gezogen; sie haben versucht, sich dort eine neue Existenz aufzubauen. 400.000 Frauen immerhin nahmen Jobs an in der Textilindustrie, die zuletzt 85 Prozent des kambodschanischen Exports erwirtschaftete; viele Männer fanden Beschäftigung auf dem Bau.

In den letzten anderthalb Jahren jedoch hat die Weltwirtschaftskrise den Bauboom abgewürgt; und über 50.000 Textilarbeiterinnen haben ihren Job verloren; entwurzelte Landbewohner ohne Perspektive nun - wie die 24-jährige Srey Mao aus der Südprovinz Svay Rieng:

"Ich bin nach Phnom Penh gekommen, weil meine Eltern nicht mehr genug Land haben, um alle ihre Kinder zu ernähren. Meine Mutter wollte nicht, dass ich gehe und versteckte deshalb sogar meine Geburtsurkunde. Meine Großmutter aber verkaufte, um mir Fahrgeld zu beschaffen, einen Sack Reis; und ein Onkel lieh mir 30 Dollar. Sieben Jahre habe ich dann in der Fabrik der Firma Tafat Jeans genäht und mit drei anderen Frauen in einem Zimmer gewohnt, dass nur 20 Dollar im Monat kostete. Da konnte ich von meinen 70 Dollar im Monat inklusive Überstunden 15 meiner Mutter schicken. Im März jedoch sagten uns die Manager, dass sie die Fabrik schließen müssen. Sie hätten keine Arbeit mehr für uns. Jetzt habe ich panische Angst vor dem Tag, an dem meine Ersparnisse aufgebraucht sind. Zurück zu meinen Eltern jedenfalls kann ich dann nicht. Für die wäre ich nur eine Last."

Ähnlich wie Srey Mao könnte es, meint Raphael Schneider, Millionen Landbewohnern in anderen armen Ländern ergehen, wenn ausländische Investoren auch dort große Mengen Land erwerben - unkontrolliert von der internationalen Gemeinschaft, auf Kosten lokaler Kleinbauern.

Bislang haben weltweit wenige Politiker Besorgnis gezeigt angesichts dieser bedrohlichen Entwicklung. Die Welternährungsorganisation FAO hat zwar jüngst eine alarmierende Studie veröffentlicht zum dubiosen Handel mit Land, das eigentlich der Bevölkerung armer Länder gehört; politisch jedoch sind der FAO als UN-Organisation die Hände gebunden gegenüber ihren souveränen Mitgliedsstaaten. Den wohlmeinenden UN-Bürokraten bleibt wenig mehr als das Prinzip Hoffnung - gesteht FAO-Mitarbeiter Paul Mathieu:

"Wir bei der FAO hoffen, die Regierungen betroffener Staaten schließen, in ihrem eigenen Interesse, die Verträge mit Investoren so ab, dass sie allen nützen - auch und vor allem der lokalen Bevölkerung. Das durchzusetzen, wird allerdings nicht einfach sein."

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