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BAMFBehörde prüft 18.000 Bescheide der Bremer Außenstelle

Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), äußert sich zu den Vorgängen in der Außenstelle Bremen. (dpa-Bildfunk / Bernd von Jutrczenka)
Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), äußert sich zu den Vorgängen in der Außenstelle Bremen. (dpa-Bildfunk / Bernd von Jutrczenka)

In der Affäre um mutmaßlich manipulierte Asylentscheidungen in Bremen will die zuständige Behörde alle 18.000 positiven Verfahren seit dem Jahr 2000 prüfen.

Dafür würden 70 Mitarbeiter eingesetzt, sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Cordt. Die Arbeiten sollten innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein. Man habe bereits zahlreiche Stichproben von Fällen untersucht, in denen verdächtige Rechtsanwaltskanzleien involviert waren. Cordt betonte, sie habe den internen Revisionsbericht im Dezember 2017 erhalten und umgehend dem Bundesinnenministerium vorgelegt.

Die frühere Leiterin der Bremer Außenstelle soll dazu beigetragen haben, dass mindestens 1.200 Asylbewerber womöglich zu Unrecht Schutz erhielten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie und fünf weitere Beschuldigte unter anderem wegen Bestechlichkeit.

Diese Nachricht wurde am 18.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.