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BatteriezellenExperte sieht Risiko für Autobranche durch asiatische Dominanz

Carsharing mit Elektroauto (imago/viennaslide)
Mit einer steigenden Zahl an Elektroautos würden auch mehr Batteriezellen gebraucht. (imago/viennaslide)

Der Branchenexperte Wolfgang Bernhardt hat vor einer Dominanz asiatischer Firmen bei der Herstellung von Batteriezellen für Elektroautos gewarnt.

Es gebe ein Risiko der Abhängigkeit und der Verschiebung der Machtbalancen in der Automobilindustrie, sagte der Unternehmensberater der Deutschen Presse-Agentur. Das sei kritisch zu sehen. Der Bedarf an Batteriezellen werde mit dem Hochlauf der Elektromobilität in den kommenden Jahren deutlich steigen. Zugleich nähmen die Preise für Rohstoffe stark zu.

Bernhardt betonte aber auch, dass die Abhängigkeit der Automobilhersteller von ihren Zulieferern beim autonomen Fahren und bei der künstlichen Intelligenz viel größer sei - vor allem bei der Hardware, aber auch bei der Software. Er rief die Politik deshalb auf, hier mehr in Ausbildung und Forschung zu investieren.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte sich vor kurzem für den Aufbau einer Batteriezellen-Produktion in Europa ausgesprochen. Dafür müsse ein zwei- bis dreistelliger Milliardenbetrag investiert werden.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.