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StartseiteDas Feature"Ohne Italien geht’s nicht in die Kiste"01.01.2015

Begebenheiten"Ohne Italien geht’s nicht in die Kiste"

Die Reise des Klaus Müller von Rostock nach Syrakus im Jahr 1988

Während die Beweggründe der DDR-Aussteiger in Lutz Seilers Roman "Kruso" ebenso wie ihre Ziele im Ungefähren bleiben, wusste Klaus Müller, eines der realen Vorbilder für Seilers fiktionales Personal, ganz genau, was er wollte und warum er das wollte.

Von Friedrich Christian Delius

Der Schriftsteller Friedrich Christian Delius am 27.10.2011 in Darmstadt in der Centralstation im Vorfeld einer Lesung. (picture alliance / dpa / Marc Tirl)
Der Schriftsteller Friedrich Christian Delius (picture alliance / dpa / Marc Tirl)

Um in der DDR bleiben zu können, so die Überzeugung des Maschinenschlossers aus Sachsen, musste er sie auf Zeit verlassen und sich seinen Lebenstraum erfüllen: eine Reise nach Syrakus auf den Spuren seines Landmanns Johann Gottfried Seume. Nach akribischen Vorbereitungen gelang Klaus Müller im Juni 1988 von Hiddensee aus mithilfe einer Jolle tatsächlich der "illegale Grenzdurchbruch" über die Ostsee.

Von Dänemark aus schlug er sich über Triest und Rom bis Syrakus durch und kehrte dann im Oktober desselben Jahres zurück in die DDR. Genauso, wie er es in einem Schreiben an das Politbüro der SED angekündigt hatte.

Bevor Friedrich Christian Delius diese unerhörte Begebenheit in eine Erzählung fasste, hat er Klaus Müller in seinem Feature selbst zu Wort kommen lassen.

Regie: Hermann Theißen
Produktion: NDR/DLF/SFB 1994

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