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BelgienMit Katzen gegen Terroristen

Eine erschreckte Katze als Aufmacherbild der Zeitung "Le Soir" (Screenshot)
Eine erschreckte Katze als Aufmacherbild der Zeitung "Le Soir" (Screenshot)

Belgischer Surrealismus oder Humor in Zeiten der Angst: Nach der Aufforderung der Sicherheitsbehörden, keine Hinweise über die Razzien im Internet zu verbreiten, fluten Nutzer die Sozialen Netzwerke mit Katzenbildern.

Unter dem Hashtag #BrusselsLockdown tauchten auf Twitter Katzen in verschiedensten Posen auf - mit erhobenen Tatzen oder als Scharfschützen der Polizei mit automatischen Waffen. Damit reagierten die belgischen Nutzer auf die Bitte der Behörden, keine Kommentare über die Polizeiaktion im Internet zu veröffentlichen, um Verdächtigen keine Hinweise zu geben.

Unter dem Titel "Terrordrohung in Brüssel: Polizeioperation in Gang" machte die Zeitung "Le Soir" ihre Webseite in der Nacht mit dem Bild einer erschreckten Katze auf. Auch in anderen Ländern wurden Katzenbilder in Solidarität mit den Brüsselern gepostet.

Staatsanwalt Eric Van Der Sypt bedankte sich später ausdrücklich bei Journalisten und Nutzern der Sozialen Medien. Sie hätten den Sicherheitsbehörden mit ihrem Schweigen über die Durchsuchungen geholfen.

Bei den Razzien wurden 16 Personen festgenommen. Einer der Hauptverdächtigen der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, ist weiter auf der Flucht.

(lob/tj)

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