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StartseiteVerbrauchertippPflanzen in der Ferienzeit gut versorgt23.05.2017

BewässerungssystemePflanzen in der Ferienzeit gut versorgt

Wer im Sommer in den Urlaub fährt, wird sich glücklich schätzen, wenn es verlässliche Nachbarschaftshilfe beim Pflanzengießen gibt. Für all jene, die darauf verzichten müssen, kommen Pflanzenbewässerungssysteme für den Innenraum und auch für Balkon und Terrasse in Betracht. Die Auswahl ist groß - wie die Stiftung Warentest festgestellt hat.

Von Dieter Nürnberger

Tomaten (Solanum lycopersicum) wachsen am 12.09.2016 in einem Garten in Dresden (Sachsen).  (dpa / picture alliance / Arno Burgi)
Nicht jeder hat Nachbarn, die in der Ferienzeit den Gießdienst übernehmen. (dpa / picture alliance / Arno Burgi)
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Wer lediglich einzelne Pflanzen für ein paar Tage vor dem Vertrocknen schützen möchte, hat es am einfachsten. Denn in der Untersuchung der Stiftung Warentest schnitt beispielsweise ein schlicht in die Erde zu steckender und mit Wasser zu befüllender Plastikvogel namens "Bördy" mit einer guten Bewertung ab. Zuverlässig und praktisch waren ebenso Pflanzgefäße mit doppeltem Boden. Hier sorgt beispielsweise wasserleitendes Granulat im unteren Teil des Gefäßes für die benötigte Feuchtigkeit. 

Schwieriger wird es jedoch für all jene, die viele Pflanzen zu bewässern haben, so Warentester Ralf Gaida. Denn dann reichen einfache Wasserspender nicht mehr aus.

"Wir haben in diesem Test nur Produkte ohne Anschluss an die Wasserleitung ausgewählt, weil für den Balkon und auch die Innenräume ein Wasseranschluss einfach zu gefährlich ist. Es könnte passieren, dass da irgendein Schlauch abrutscht und Sie haben dann einen heftigen Wasserschaden in der Wohnung. Wir haben einige Produkte dabei, die an das Stromnetz müssen. Die funktionieren mit einer kleinen Pumpe oder öffnen und schließen ein Ventil - und dafür ist Energie nötig."

Wasserschäden oder Stromschlag vermeiden

16 Wasserspender oder Pflanzenbewässerungssysteme wurden untersucht. Immerhin zehn davon erreichten eine gute Bewertung. Drei Produkte kamen jedoch über ein "mangelhaft" nicht hinaus.  

"Wir hatten ein Produkt dabei, da konnte man sich einen Stromschlag holen. Bei einem anderen, so einer Art Wassersack, lief das Wasser unkontrolliert aus. Und bei den Bewässerungssystemen für den Balkon hatten wir ein Produkt dabei, da steckt man oben eine PET-Kunststoffflasche drauf und füllt diese dann mit Wasser. Eigentlich keine schlechte Idee, aber hier war es so, dass diese so schwer war, dass das Produkt immer wieder umkippte - also auch hier Gefahr durch Wasserschäden."    

Einige Bewässerungssysteme funktionieren - dank Stromversorgung - wochenlang automatisch und auch zuverlässig. Bei anderen müssen Nachbarn oder Freunde zumindest zwischendurch Wasser nachfüllen. Bei den Nutzern von automatischen Systemen dürfte auch die Größe des zu verwendeten Wassertanks eine Rolle spielen. Denn wer möchte schon beispielsweise einen 200-Liter-Container auf dem Balkon stehen haben, so die Mutmaßung des Warentest-Experten.

Mehrwöchige Überbrückung ist möglich

Immerhin aber können strom- oder akkubetriebene Systeme für Balkon und Terrasse bis zu rund 40 Pflanzen gleichzeitig bewässern. Sie kosten zwischen 65 und 130 Euro. Unterschiedlich ist aber die jeweilige Ausstattung, denn mitunter müssen für Wassertank oder auch für eine Zeitschaltuhr zusätzliche Kosten einkalkuliert werden.      

Die gut bewerteten Systeme können eine mehrwöchige Urlaubsbewässerung garantieren. Ralf Gaida von der Stiftung Warentest: "Bei den automatischen Systemen haben wir zwei Testsieger: 'Gardena' und 'Bambach' für die Zimmerpflanzen. Ebenfalls gut schneidet auch das System von "Claber" ab. Für Balkon und Terrasse ebenfalls "Gardena" und "Bambach" und eigentlich auch empfehlenswert ein System von 'Gib Industries'."

Allerdings sollten Nutzer von Bewässerungssystemen auch den Aufwand für die Installation und ebenso für die konkreten, pflanzenabhängigen Einstellungen berücksichtigen. Um alles optimal zu versorgen, sollten die Systeme nicht erst kurz vor dem Urlaub angebracht, sondern vorher ausprobiert werden. Das kommt dem Grün entgegen - und vermindert auch den Stress für Nachbarn oder Freunde, die ab und an nach dem Rechten schauen.

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