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19. Februar 2018Blick in die Zeitungen von morgen

In zahlreichen Kommentaren geht es um Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue CDU-Generalsekretärin werden soll. Weiteres Thema sind die Mängel bei der Ausstattung der Bundeswehr.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU), Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Saarlands Ministerpräsidentin, und Peter Tauber, der scheidende CDU-Generalsekretär. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU), Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Saarlands Ministerpräsidentin, und Peter Tauber, der scheidende CDU-Generalsekretär. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

"Das war eine Personalentscheidung ganz nach der Art von Angela Merkel",

meint die MITTELBAYERISCHE ZEITUNG aus Regensburg zur designierten CDU-Generalsekretärin,

"unaufgeregt, vertrauensvoll, verlässlich."

"Endlich legt die Kanzlerin die Karten auf den Tisch",

schreibt der SÜDKURIER aus Konstanz.

"Damit ist klar, wem Angela Merkel zutraut, ihre Nachfolge anzutreten."

Und die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG bewertet die Entscheidung so:

"Damit drückt Merkel ihrer Partei noch einmal kräftig ihren ganz eigenen Stempel auf. Man kann das als Nachlassregelung verstehen. Es ist aber auch ein Vitalitätszeichen."

"Die konservative Revolution in der CDU bleibt aus",

stellt die NEUE RUHR ZEITUNG aus Essen fest:

"Jens Spahn, der Hoffnungsträger derjenigen, die der Partei einen Rechtsschwenk verordnen wollen, hat den Mund oft gespitzt, wirklich gepfiffen hat er nie. Jetzt ist es zu spät, und das ist gut so."

Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN überlegen:

"Die 55-Jährige Kramp-Karrenbauer ist damit, anders lässt sich das nicht deuten, Merkels Wunsch-Nachfolgerin. Die Entscheidung macht eines aber noch wahrscheinlicher: Sie muss nun Spahn oder einen ähnlich Konservativen ins Kabinett holen, um diesen Parteiflügel zu besänftigen."

Die NORDWEST-ZEITUNG aus Oldenburg mag sich eine Kanzlerin Kramp-Karrenbauer lieber nicht vorstellen:

"Sollte sie einmal die Merkel-Nachfolge antreten, werden Eigenverantwortung und Freiheit wohl weiter hinter behäbigen, muttihaften Paternalismus zurücktreten müssen. Die neue Generalsekretärin ist in dieser Hinsicht aller Voraussicht nach nur die Fortsetzung des Merkel-Biedermeiers mit anderen Mitteln."

Dagegen findet der MANNHEIMER MORGEN:

"Annegret Kramp-Karrenbauer hat alles, was es braucht, um Kanzlerin zu werden; ab nächsten Montag auch eine bundespolitische Bühne. Sie hat Linie, Regierungserfahrung und Selbstvertrauen. Was noch fehlt, kann jetzt kommen: Die bundesweite Bekanntheit, vielleicht sogar eine gewisse Beliebtheit, die Akzeptanz in der Partei und in der Öffentlichkeit."

Das FLENSBURGER TAGEBLATT befasst sich mit einem anderen Thema, nämlich den jüngsten Berichten über Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr:

"Als Ursula von der Leyen vor vier Jahren das Verteidigungsministerium übernahm, kündigte sie mutig (oder vermessen?) an, die Truppe zu einem der attraktivsten Arbeitgeber der Republik zu machen und die Rüstungsplanung zu professionalisieren. Davon ist bisher nichts zu merken."

Kritik kommt auch von der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG:

"Dass Panzer nicht fahren und Hubschrauber nicht fliegen können, ist einfach nur peinlich. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen scheint das aber nicht zu stören. Unverdrossen verspricht die Ministerin, die mal wieder als Nato-Chefin im Gespräch ist, auf der Weltbühne, dass Deutschland militärisch mehr Verantwortung übernimmt. Wie soll das bitte gehen?"

Und die EMDER ZEITUNG meint:

"Die Bundeswehr muss effizienter werden, was nur mit einer deutlichen Reduzierung der Truppenstärke funktioniert. So kann die Zahl der tatsächlich einsatzbereiten Soldaten deutlich erhöht werden."