Sport am Wochenende / Archiv /

 

"BMI nicht gut beraten"

Grünen-Sportpolitikerin von Cramon kritisiert Geheimniskrämerei um Medaillenvorgaben

Viola von Cramon im Gespräch mit Christoph Sterz

Viola von Cramon, Bündnis 90/Die Grünen
Viola von Cramon, Bündnis 90/Die Grünen (Büro Viola von Cramon)

Über viele Medaillen, bestenfalls goldene, freuen sich Zuschauer, Sportler, Trainer, Sportfunktionäre - und der Bundesinnenminister. Das BMI hat sogar genau festgeschrieben, in sogenannten Zielvereinbarungen mit den Sportverbänden und dem Deutschen Olympischen Sportbund DOSB, welche Sportler wieviel Edelmetall in London sammeln müssen.

Einzelheiten zu diesen Vereinbarungen will das Bundesinnenministerium nicht veröffentlichen, obwohl es dabei um Steuergelder in Millionenhöhe geht. Gegen einen vorliegenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin, der die Veröffentlichung der Zielvorgaben angeordnet hatte, legte das BMI Beschwerde ein. Jetzt muss das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entscheiden. Diese teure Hinhaltetaktik des Bundesinnenministeriums ist für Viola von Cramon schwer nachvollziehbar, die sportpolitische Sprecherin der Grünen betonte im DLF-Interview: Es gehe dabei ja nicht etwa um "Staatsgeheimnisse".




Hinweis: Das Gespräch können Sie bis mindestens 09. Februar 2013 als Audio-on-demand abrufen.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Sport aktuell

Olympique MarseillePräsident des Klubs wieder frei

Der Ex-Präsident des Erstliga-Fußballteams Olympique Marseille beantwortet einige Stunden nach seiner Freilassung aus der Haft Fragen von Journalisten.

Der Präsident und mehrere Ex-Präsidenten von Olympique Marseille sind aus der Haft entlassen worden. Insgesamt waren am Dienstag 15 Personen wegen des Vorwurfs illegaler Transferzahlungen vorläufig festgenommen worden. Anklage wurde nicht erhoben.

SportpolitikKampf der Sportler um ihre Rechte

Flaggen der Europäischen Union vor dem Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel, Belgien (14.5.2012)

Das "Ice Derby" ist die Idee eines südkoreanischen Unternehmens, das auch in der Glücksspielindustrie international tätig ist. Auf einer 220-Meter-Bahn sollen dabei die weltbesten Eisschnellläufer und Shorttracker aufeinandertreffen. Aber der Weltverband ISU will ihnen den Start verbieten. Zwei Niederländer haben jetzt Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt.

Afrika-CupÄquatorialguinea ersetzt Marokko als Gastgeber

Ein Fan von Äquatorialguinea in den Straßen von Malabo

Die Afrika-Meisterschaft im Fußball findet in Äquatorialguinea statt. Dem ursprünglichen Gastgeber Marokko wurde die Rolle des Ausrichters entzogen - das Land hatte beim afrikanischen Verband vergeblich wegen der Ebola-Epidemie auf eine Verlegung des Turniers gedrängt.