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BrasilienSambaparade in Rio de Janeiro

Samba in Rio (picture-alliance / dpa / Foto: MAXPPP)
Samba-Tänzerinnen in Rio de Janeiro. (picture-alliance / dpa / Foto: MAXPPP)

Mit spektakulären Kostümen ist in Rio de Janeiro die Parade der besten Sambaschulen fortgesetzt worden.

Höhepunkt am zweiten Tag: der Auftritt der berühmten Dragqueen Pabllo Vittar. Sie will dabei ein Zeichen gegen sexuelle Diskriminierung und andere Formen der Intoleranz setzen. Schon am ersten Tag stand die Parade ganz im Zeichen des Protests - hauptsächlich gegen Bürgermeister Marcelo Crivella. Denn er hatte die Subventionen für die Sambaschulen um die Hälfte gekürzt und damit viele Karnevalisten verärgert. Der Politiker ist für seine ultra-konservativen Ansichten bekannt und gilt als prüder Karnevalsmuffel. Auch der rechtskonservative Präsident Michel Temer bekam wegen der Korruptionsvorwürfe gegen ihn sein Fett weg.

Die Sambaschulen wählen ihre Themen ganz genau aus, denn sie müssen nicht nur das Publikum überzeugen, sondern auch die strenge Jury. Jede der 13 Formationen wird nach genauen Kriterien beurteilt, darunter die Qualität der Musik, die Gestaltung der Wagen und die Kostüme. Der diesjährige Gewinner wird morgen verkündet.

Diese Nachricht wurde am 13.02.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.