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Britisches GesundheitssystemMediziner beklagen Missstände

In der Notaufnahme eines Krankenhauses des National Health Services in Wales, Großbritannien, hört ein Arzt mit einem Ste­tho­s­kop die Brust eines Patienten ab.  (imago / UIG)
In einem Krankenhaus in Wales, Großbritannien, hört ein Arzt einen Patienten ab (imago / UIG)

Die Zustände in britischen Krankenhäusern sind nach Ansicht vieler Ärzte nicht mehr tragbar.

60 britische Mediziner haben deshalb einen Brandbrief an Premierministerin Theresa May geschrieben. Darin heißt es, in den überfüllten Kliniken würden immer wieder Kranke auf den Gängen sterben. In einigen Notaufnahmen warteten rund 50 Patienten gleichzeitig auf ein Bett.

Die Ärzte machen dafür die chronische Unterfinanzierung des Gesundheitssystems verantwortlich. Als Folge müssten in diesen Wochen zehntausende Operationen verschoben werden. May hatte öffentlich um Entschuldigung gebeten und die besonderen Umstände im Winter dafür verantwortlich gemacht. Die Opposition spricht dagegen wörtlich von einer jährlichen Zwölf-Monats-Krise.

Das staatliche Gesundheitssystem National Health Service ist weitgehend kostenlos und stößt immer mehr an seine Grenzen. Das britische Rote Kreuz spricht inzwischen von einer humanitären Krise.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.