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Bruder Europäer

Das Dubrovniker Sinfonieorchester

Von Elke Windisch

Die kroatische Flagge weht auf einem Fährschiff in der Adria (AP)
Die kroatische Flagge weht auf einem Fährschiff in der Adria (AP)

Kroatien, sagen die Kroaten, ist nicht verloren, solange wir singen und Gott loben. In Dubrovnik loben sie Gott in gleich vier Bekenntnissen. Katholische Gotteshäuser, eine serbisch-orthodoxe Kirche, eine Moschee und eine Synagoge stehen nur einen Steinwurf voneinander entfernt.

Multikulturell wie die Stadt, die schon im Mittelalter Brücke zwischen Ost und West war und daran nicht schlecht verdiente, ist auch das Sinfonieorchester. Seine Konzerte halfen der Stadt und ihren Bewohnern, Bürgerkrieg und Blockade zu überstehen.

Sogar Beethovens 'Neunte', die auch die Hymne Europas ist, wollten die Musiker damals im Krieg aufführen, doch der Wunsch wurde erst 20 Jahre später Wirklichkeit. Über den langen Weg dahin erzählen ehemalige und heutige Mitglieder des Orchesters. Ebenso über ihre Gedanken zu einer gemeinsamen europäischen Zukunft und darüber, was Dubrovnik dazu beitragen.


Regie: Matthias Kapohl
DLF 2012

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