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Brüssel16 Verdächtige bei Anti-Terror-Aktion festgenommen

Ein maskierter Polizist hinter einem Absperrband (picture alliance/dpa/Nicolas Maeterlinck)
Die höchste Terrorwarnstufe für Brüssel wurde verlängert. (picture alliance/dpa/Nicolas Maeterlinck)

Die belgische Polizei hat bei Razzien im Großraum Brüssel am späten Sonntagabend 16 Personen festgenommen. Einer der mutmaßlichen Terroristen der Anschläge von Paris war nicht darunter. Die Operation werde weitergehen, teilten die Behörden mit.

"Bis jetzt haben wir weder Waffen noch Sprengstoff gefunden. Der Verdächtige Salah Abdeslam wurde während der Operation nicht gefasst." Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van der Sijpt, in der Nacht mit. Zur Identität der Verdächtigen könne man noch nichts mitteilen. Die Situation habe ein sofortiges Eingreifen erfordert, so Van der Sijpt im Bericht von . "Die Operation wird weitergehen." Einer der Verdächtigen sei bei einem Fluchtversuch in einem Auto verletzt worden. Insgesamt habe es 19 Aktionen in Brüssel und drei weitere in Charleroi südlich der Hauptstadt gegeben, hieß es weiter.

In Brüssel gilt seit dem Wochenende die höchste Terrorwarnstufe. Bis auf Weiteres bleibt sie in der belgischen Hauptstadt in Kraft. Auch zum Beginn der Arbeitswoche wird die Metro nicht fahren. Schulen und Universitäten bleiben geschlossen. Das teilte Belgiens Premier Charles Michel nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates mit. "Wir fürchten einen ähnlichen Anschlag wie in Paris", sagte Michel. Mögliche Ziele könnten belebte Orte wie Einkaufszentren, Einkaufsstraßen oder der öffentliche Nahverkehr sein.

Hollande beginnt Gespräche zur Lage mit Cameron

In Brüssel sollen sich zwei Terrorverdächtige aufhalten, darunter möglicherweise der seit einer Woche gesuchte Abdeslam. Er ist der Bruder eines der Pariser Selbstmordattentäter und wohnte zuvor im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Abdeslam soll sich am 13. November an den Anschlägen in Paris mit 130 Toten beteiligt haben und seitdem in Brüssel verstecken.

Frankreichs Präsident François Hollande beginnt heute Gespräche mit international führenden Politikern über Konsequenzen aus den Terroranschlägen, für die der sogenannte Islamische Staat (IS) die Verantwortung übernommen hat. Dazu empfängt der Staatschef zunächst den britischen Premierminister David Cameron im Élysée-Palast. Cameron will in dieser Woche einen Plan zum Kampf gegen die Terrormiliz vorlegen und britische Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien ausweiten.

(bor/lob)

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