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BukarestDopinglabor soll Tests verfälscht haben

Eine Blutprobe wird am 30.10.2013 bei einem Journalisten-Workshop der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) in Bonn (Nordrhein-Westfalen) in einen speziellen Transportzylinder verpackt. Im Rahmen des Workshops gab die NADA einen Einblick in ihre Arbeit. (picture alliance/dpa - Marius Becker)
Blutprobe bei einem Journalisten-Workshop zum Thema Doping. (picture alliance/dpa - Marius Becker)

Die Suspendierung des Dopingkontroll-Labors in Bukarest durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA geht offenbar auf Manipulationen innerhalb der Einrichtung zurück.

Nach Informationen der ARD-Dopingredaktion hat mindestens ein Mitarbeiter des Labors auf Druck von hochrangigen rumänischen Sportfunktionären positive Proben als negativ deklariert. Offensichtlich gehe es dabei um einen Korruptionsverdacht, berichtete ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt im Deutschlandfunk. "Eine hochrangige Figur - möglicherweise der Direktor - soll positive in negative Tests im Meldesystem verändert haben." Das sei eine Bilanzfälschung auf höchster Ebene.

Die WADA bestätigte der ARD die Manipulationen innerhalb des Labors im Grundsatz, betonte aber, dass die Frage nach den Hintermännern noch ungeklärt und deshalb der Sachverhalt noch nicht gesichert sei. Die WADA hatte das Bukarester Labor Ende November vergangenen Jahres suspendiert, ohne konkrete Gründe zu nennen.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.