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StartseiteKulturfragen"Der populistische Wahlkampf hat Spuren hinterlassen"27.11.2016

Bundespräsidentenwahl in Österreich"Der populistische Wahlkampf hat Spuren hinterlassen"

Am 4. Dezember wird in Österreich ein neuer Bundespräsident gewählt. "Ich glaube, dass jetzt alle froh sind, dass der Wahlkampf vorbei ist", sagte Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin der Wiener Tageszeitung "Der Standard" im DLF. Er sei für österreichische Verhältnisse sehr schmutzig gewesen.

Alexandra Föderl-Schmid im Gespräch mit Karin Fischer

Alexandra Foederl-Schmid, oesterreichische Journalistin, Chefredakteurin der oesterreichischen Tageszeitung "Der Standard". (dpa / picture-alliance / Erwin Elsner)
Alexandra Föderl-Schmid ist seit 2005 Chefredakteurin der Wiener Tageszeitung "Der Standard“. (dpa / picture-alliance / Erwin Elsner)
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Was die Erfahrung mit populistischen Parteien betrifft, haben die österreichischen Medien einen deutlichen Vorsprung. Jörg Haider und die Freiheitliche Partei in Österreich haben seit Mitte der 80er-Jahre auch die politische Kultur im Land geprägt. Im langen Kampf um die Bundespräsidentenwahl in Österreich hat die FPÖ in den vergangenen Monaten ebenfalls stark populistische Töne angeschlagen.

"Für österreichische Verhältnisse war dieser Wahlkampf extrem schmutzig", so Alexandra Föderl-Schmid im DLF. Sie ist seit 2005 Chefredakteurin der Wiener Tageszeitung "Der Standard" und als solche zuständig auch für die Online-Ausgabe DerStandard.at. Davor war sie viele Jahre lang Deutschland-Korrespondentin des Blattes. Föderl-Schmid hat also seit langem mit den Strategien populistischer Parteien zu tun, die ihre Anhänger zunehmend über das Internet ansprechen.

Im Gespräch mit Karin Fischer bilanziert sie den österreichischen Bundespräsidentschaftswahlkampf und die Veränderung der politischen Kultur im Land. Der aktuelle Wahlkampf sei sehr stark im Internet geführt worden, wo diffamierende Botschaften verbreitet worden seien - sowohl von rechter, als auch von linker Seite. "Für österreichische Verhältnisse war das extrem überraschend. Es kam auch zum Beispiel Hitler immer wieder ins Spiel." Die Polarisierung sei ungewöhnlich gewesen.

Das gesamte Gespräch können Sie sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

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