Verbrauchertipp /

 

Buttrige Streichfette mit deutlich weniger Kalorien

Brotaufstriche im Test

Von Dieter Nürnberger

Nicht jedes "Butterbrot" ist mit Butter bestrichen.
Nicht jedes "Butterbrot" ist mit Butter bestrichen. (Stock.XCHNG / Daniel Wildman)

Butter oder Margarine? Diese Frage sorgt schon seit Jahrzehnten für Diskussionen an deutschen Frühstückstischen. Seit geraumer Zeit bietet der Markt auch Produkte, die dazwischen liegen. Die Stiftung Warentest spricht von leichter Butter oder auch von buttrigen Streichfetten und hat 24 Produkte getestet.

Die Konkurrenz für klassische Butter und Margarine ist vielfältig. Es gibt Halbfettbutter ebenso wie Butter-Pflanzenöl-Kombinationen. Rahm oder Joghurt können beigemischt sein oder auch Rapsöl und anderes Pflanzenfett. Die Hersteller sind übrigens oft die gleichen wie die von herkömmlicher Butter oder Margarine. 24 Produkte wurden von der Stiftung Warentest untersucht. Und in einem ganz wichtigen Punkt – nämlich geschmacklich – konnten viele überzeugen. Warentesterin Ina Bockholt:

"Viele Produkte versprechen, wie Butter zu schmecken. Und tatsächlich haben wir in dieser Untersuchung bei den meisten Produkten zumindest auch einen leichten Geschmack nach Butter festgestellt. Acht Produkte schmeckten sogar frisch und deutlich nach Butter."

Immerhin die Hälfte der 24 untersuchten Streichfette erhielt eine gute Bewertung. Sie überzeugten vor allem ernährungsphysiologisch – konkret: Sie enthalten weniger Kalorien.

"Ernährungsphysiologische Vorteile im Vergleich zu klassischer Butter und Margarine bringen Streichfette, die zum einen weniger Fett und damit auch weniger Kalorien enthalten. Das sind zum Beispiel Halbfettbutter-Produkte. Dann gibt es auch noch Streichfette, die durch eine gehörige Portion Rapsöl punkten. Denn Rapsöl hat eine gute Fettsäure-Zusammensetzung – mit Fettsäuren, die die Hirnleistung und das Herz-Kreislauf-System fördern können."

Bei herkömmlicher Butter und auch bei Vollfettmargarine betragen die jeweiligen Fettanteile rund 80 Prozent. Bei Halbfettprodukten liegen sie somit bei circa 40 Prozent. Übrigens dürfen auch nur solche Produkte mit dem Zusatz "leicht" oder "light" beworben werden, die höchstens 41 Prozent Fett enthalten. Kritik gab es beispielsweise an der Deklaration der Produkte, andere waren geschmacklich nicht überzeugend, oder weniger streichfähig. Dreimal wurde die Benotung mangelhaft vergeben. Warentesterin Ina Bockholt:

"Dabei handelt es sich um zwei Produkte des dänischen Herstellers 'Thise'. Diese 'Bio Blume'-Produkte versprachen mehr Rapsöl, als sie tatsächlich enthielten. Die Benotung mangelhaft gab es auch für 'die feine' von 'Deli Reform': Hier war auf das ausgelobte Aroma kein Verlass. Statt des natürlichen Aromas fanden wir synthetische Aromastoffe."

Mehr als die Hälfte der Testprodukte kam ohne Zusatzstoffe aus. Alle anderen enthalten Emulgatoren und Stabilisatoren, um Fett und Wasser besser zu binden. Da Produkte mit höherem Wassergehalt anfälliger für Keime sind, werden oft auch Konservierungsstoffe hinzugefügt.

Bei den Butter-Pflanzenöl-Kombinationen gab es einen eindeutigen Testsieger.

"Allen voran 'milfina Streichfein' von 'Aldi-Süd' für 1,29 Euro. Gefolgt von dem Bioprodukt von 'Söbbeke' – 2,74 Euro.

Auch drei Halbfettbutter-Produkte überzeugten – das sind 'Kerrygold' für 1,63, 'Norma/nimms leicht' und 'Lidl/Linessa' für je 0,99 Euro je 250-Gramm-Packung."

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Verbrauchertipp

Browser-TestSicher und schnell im Internet surfen

Die Symbole der Internetbrowser Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari und Microsoft Internet Explorer sind auf einem Computermonitor zu sehen.

Wer im Internet surft, benötigt einen Browser. Immerhin elf hat davon die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen und dabei vor allem die Sicherheit und Geschwindigkeit verglichen. Ein alter Platzhirsch schnitt dabei nur mittelmäßig ab.

LärmdämmungRuhe in den eigenen vier Wänden

Ein Güterzug fährt am Haus der Familie Schneider (links) in Assmanshausen (Rüdesheim) vorbei (Foto vom 20.08.2010).

Eine Mücke tapsen oder den Lärm der Schnellstraße vor der Tür hören: Das individuelle Lärmempfinden ist sehr unterschiedlich. Und manchmal hilft dann nur das Nachrüsten bei der Lärmdämmung. Das ist allerdings teuer - und kleine Fehler haben große Auswirkungen auf den Schall.

FlachbildfernseherGuten Sound nachrüsten

Eine Fernbedienung wird am 09.01.2012 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) in Richtung eines Fernsehers gehalten.

Bei Flachbildfernsehern ist kaum noch Platz für die Lautsprecher vorhanden. Viele Geräte strahlen den Ton sogar nach hinten - also zur Wand - ab. Das ist dann ziemlich schlecht für das Klangerlebnis - aber es gibt Möglichkeiten, den Ton aufzubessern.

LebensabendKrankenversicherung für Rentner im Ausland

Ein Rentnerpaar genießt die Sonne vor dem Parlament.

Raus aus Deutschland, rein in die Sonne. Wenn es Renter für die letzten Lebensjahre ins Ausland zieht, dann sollte der Aufenthalt gründlich geplant werden - auch bei der Krankenversicherung. Im EU-Ausland gibt es zwar grundsätzlich keine Probleme, doch müssen einige Formalitäten rechtzeitig erledigt werden.

SteuererklärungOrdnung schaffen für das Finanzamt

Vordruck für Einkommnssteuererklärung vor einem Aktenordner "Finanzamt" 

Alle Quittungen und Belege auf einem Haufen sammeln und bei der Steuererklärung die Übersicht verlieren: ein denkbar schlechtes, aber trotzdem häufiges System. Laut Experten ist jetzt die beste Zeit, die Unterlagen neu zu ordnen – manchmal reicht dazu ein einfacher Schuhkarton.

BeipackzettelZu Risiken und Nebenwirkungen

Tabletten liegen in einem Glas. Verschreibungspflichtige Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat gehören zu den Arzneistoffen mit stimulierender Wirkung, die oft als "Studentendroge" bezeichnet werden.

Jedem Medikament liegt dieser kleine, gefaltete Beipackzettel bei: Der soll über Nebenwirkungen und Risiken der Medizin aufklären - und wirft dann doch oft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Hilfe gibt es beim Arzt oder Apotheker.