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BVB-Geschäftsführer"Investoren sind die größte Gefahr für den Fußball"

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. (pa/dpa/Gambarini)
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. (pa/dpa/Gambarini)

Der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, sieht in Investoren die größte Gefahr für den Fußball.

Watzke sagte bei einer Diskussionsveranstaltung der Universität Oldenburg zur gesellschaftlichen Rolle der Bundesliga, die Vereine müssten die strategische Mehrheit behalten, damit die Mitbestimmung der Mitglieder und der Fußball als Kulturgut erhalten blieben. Er verwies auf England, wo viele Klubs Investoren gehören. Dort seien die Ticketpreise derart gestiegen, dass "nur noch Investmentbanker auf der Tribüne" säßen. Der Deutsche wolle aber "nicht nur zahlender Kunde" sein, sondern "Teil einer Entwicklung". Dass drei der fünf mitgliederstärksten Vereine der Welt aus Deutschland kommen, zeige die hohe Relevanz des Fußballs in diesem Land.

Watzke betonte aber auch, der deutsche Fußball müsse auch wirtschaftlich weltweit weiter wachsen, insbesondere in Asien. Er verwies darauf, dass in China 1,3 Millionen Menschen eine virtuelle Stadionführung des BVB angesehen hätten. Der Dortmunder Geschäftsführer sagte mit Blick auf den möglichen Werbeeffekt: "Der erste Verein in Europa, der einen Chinesen findet, der wirklich kicken kann, hat gewonnen."