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Seit 18:40 Uhr Hintergrund
StartseiteSternzeitDie große Leere am Saturn17.07.2017

Cassini erkundet SaturnringeDie große Leere am Saturn

13 Jahre lang hat die US-Raumsonde Cassini den Ringplaneten Saturn und seine Monde erkundet. Inzwischen läuft die letzte Missions-Phase, ehe Cassini im September in der Atmosphäre Saturns verglühen wird.

Von Hermann-Michael Hahn

Die Raumsonde Cassini durchquert während des Grand Finale die Ringebene in den schmalen Lücke zwischen der Innenkante der Saturnringe und den Wolken der Saturnatmosphäre. (Zeichnung / NASA)
Die Raumsonde Cassini durchquert während des Grand Finale die Ringebene in den schmalen Lücke zwischen der Innenkante der Saturnringe und den Wolken der Saturnatmosphäre. (Zeichnung / NASA)
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Abschiedstour durch die Todeszone

In dieser Schlussphase rückt die Sonde bei jedem Umlauf bis auf wenige tausend Kilometer an die Wolkenobergrenze heran und wechselt innerhalb des Ringsystems von der Nord- auf die Südseite des Planeten. Dabei dringt Cassini tief in das Magnetfeld des Planeten ein, wo die Bordelektronik einer extremen Strahlungsbelastung ausgesetzt ist.

Einen solchen Kamikaze-Kurs kann man sich nur am Ende einer langen, erfolgreichen Mission leisten, wenn alle angestrebten Ziele erreicht sind und der mögliche Ausfall einzelner Instrumente den Gesamterfolg nicht mehr gefährdet.

Beim Durchgang durch die Ringebene innerhalb der Ringe registrierten die Detektoren kaum Einschläge von Staubteilchen (rechts), ganz anders als bei einem Durchgang außerhalb der Hauptringe des Saturn. (NASA)Beim Durchgang durch die Ringebene innerhalb der Ringe registrierten die Detektoren kaum Einschläge von Staubteilchen. (NASA)

Zusätzlich hatte aber noch eine zweite Gefahrenkomponente für Spannung unter den Wissenschaftlern und Raumfahrttechnikern gesorgt. Niemand hatte mit Sicherheit vorhersagen können, ob die Sonde im Bereich der Ringebene nicht auch durch ein verstärktes Staubbombardement Schaden nähme. Doch gleich beim ersten Durchqueren dieser nur wenige tausend Kilometer breiten Zone gab es Entwarnung. Der Radio- und Plasmawellen-Detektor, der seitlich über die schützende Parabolantenne hinausragte, registrierte nur wenige Einschläge von bestenfalls Tausendstelmillimeter großen Staubteilchen.

Jetzt rätseln die Forscher, warum diese Region so wenige Partikel enthält. Sie hatten angenommen, dass dort viel mehr Teilchen aus den Ringen hinabsinken in Richtung Saturnatmosphäre.

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