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CattenomBundesländer verzichten auf Klage gegen französisches AKW

Blick auf das Kernkraftwerk Cattenom in Frankreich (dpa / picture alliance / Francois Lafite)
Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen, dass das französische Kernkraftwerk Cattenom abgeschaltet wird, scheuen aber eine Klage. (dpa / picture alliance / Francois Lafite)

Rheinland-Pfalz und das Saarland werden nicht vor Gericht ziehen, um eine Abschaltung des französischen Atomkraftwerks Cattenom zu erwirken.

Die zuständigen Umweltminister Höfken und Krämer sagten in Trier, ein Gutachten habe zwar bestätigt, dass der Meiler nahe der deutschen Grenze ein hohes Risiko darstelle. Eine Klage gegen Cattenom würde demnach aber Kosten von etwa 80 Millionen Euro verursachen und keine Aussicht auf Erfolg haben. Nach französischem Recht müssten die Kläger schwerwiegende Risiken nachweisen.

In dem Atomkraftwerk hat es seit der Inbetriebnahme 1986 mehr als 800 meldepflichtige Vorfälle gegeben. Die offizielle Laufzeit endet 2026, könnte aber um weitere zehn Jahre verlängert werden.

Diese Nachricht wurde am 16.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.