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Ceuta und MelillaSpanien will umstrittene Klingen an Zäunen abbauen

Ceuta: Hier starben am 06.02.2014 mindestens sieben Menschen (picture-alliance / dpa / Reduan)
Spanien will den Grenzzaun zu Ceuta (picture-alliance / dpa / Reduan)

Die spanische Regierung will am Grenzzaun der Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika Änderungen vornehmen.

Innenminister Grande-Marlaska sagte in einem Radiointerview, er werde alles dafür tun, dass die umstrittenen, messerscharfen Klingen an den Zaunanlagen entfernt würden. Man dürfe nicht dieses Niveau erreichen, um illegale Einwanderung zu unterbinden.

Die kilometerlangen Zäune zwischen marokkanischem Staatsgebiet und den beiden Exklaven waren 2005 erstmals mit den Klingen versehen worden, die zwei Jahre später nach wachsender Kritik wieder abgebaut wurden. 2013 wurde dann erneut Nato-Draht mit den Klingen angebracht.

Flüchtlinge versuchen immer wieder, die sechs Meter hohen Sperranlangen zu überwinden und ziehen sich dabei oft schwere Verletzungen zu. Spanien hat zuletzt eingewilligt, die mehr als 600 Menschen vom Rettungsschiff "Aquarius" aufzunehmen, die in Italien abgewiesen worden waren.

Diese Nachricht wurde am 14.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.