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Christliche Urgemeinden in Nahost fürchten die Zukunft

Gläubige fühlen sich verfolgt

Von Martin Durm

Ein Miteinander wird im Nahen Osten immer schwieriger.
Ein Miteinander wird im Nahen Osten immer schwieriger. (Stock.XCHNG / Robert Aichinger)

Auch viele moderate islamischen Kräfte im Nahen Osten sehen Christen allenfalls als Schutzbefohlene. Im irakischen Mosul zum Beispiel, mittlerweile eine Hochburg der Al Kaida, sind von den ehemals 100.000 Christen nur noch etwa 5.000 geblieben - und die leben gefährlich.

Eigentlich wäre spätestens hier die Zeit, ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken. Vater Gabriel scheint allerdings nicht mal daran zu denken, um himmlischen Beistand zu bitten. Er zündet sich eine Zigarette an und sagt nur: Da vorne, das ist Mosul.

Die Stadt taucht drohend aus einer gelblichen Staubwolke auf, erste Häuserfronten, Minarette, Fabrikruinen. Je näher wir kommen, desto feindlicher wirkt sie. Eine Lastwagenkolonne kommt uns entgegen. Überladen, mit schwankender Fracht und hoher Geschwindigkeit fährt sie an uns vorbei. Die Fahrer haben hinter sich, was uns noch bevorsteht: die Checkpoints. Und die letzten Kilometer vor Mosul, auf denen immer wieder mal Sprengsätze explodieren. Links und rechts der übliche Auswurf arabischer Landstraßen – rostige Ölfässer, zerfetzte Reifen, ausgeschlachtete Autowracks. Und Hunde, bösartige, ausgehungerte Köter, die aus der Wüste kommen und am Straßenrand nach Fressbarem suchen.

Fahren wir weiter, sagt Vater Gabriel. Der erste Checkpoint sei unproblematisch. Der werde von kurdischen Milizionären gehalten. Die Kurden kennen ihn, diesen schwarz gekleideten Mann, der stets blütenweiße Stehkrägen trägt. Er ist der Abt des Klosters der Heiligen Jungfrau von den Ähren im 40 Kilometer entfernten Alqosh. Mit Kurden spricht er kurdisch, mit Arabern arabisch, mit chaldäischen Christen das alte, fast vergessene Syrisch. 43 Jahre ist er alt. Und weil er in den 90er-Jahren eine Zeit lang in Rom studierte, spricht er mit Europäern immer italienisch. Abuna – Vater – Gabriel ist Kosmopolit – und der einzige Geistliche, der sich noch nach Mosul hinein wagt:

"Drei Mal bin ich nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Vor ein paar Monaten besuchte ich eine christliche Familie. Da kam eine Frau aus der Nachbarschaft ins Haus gerannt. Eine Muslimin. Man will dich entführen, sagte sie. Ich bin sofort gegangen. Trotzdem fahr' ich immer wieder nach Mosul."

Zwei, vielleicht drei Millionen Menschen leben in Mosul. So genau weiß das niemand. Mosul ist mittlerweile Iraks Al-Kaida-Metropole. Hier haben Dschihadisten freie Hand, hier können sie alles und alle bekämpfen, die sich nicht ihrer radikal-islamistischen Doktrin unterwerfen. In den vergangenen zehn Jahren sind fast alle Christen aus Mosul geflüchtet. 100.000 lebten dort. 5.000 sind übrig geblieben.

Was in Mosul geschieht, geschieht auch in Bagdad, in Basra und vielen anderen irakischen Städten. Unter dem zunehmenden Druck radikaler Islamisten verlassen die Christen ihr Land: chaldäische Katholiken, syrische Katholiken, Syrisch-Orthodoxe, Armenisch-Apostolische - alle Nachkommen der christlichen Urgemeinden im Zweistromland. Mit ihnen verliert der Orient einen prägenden Teil seiner Jahrtausende alten Kultur. Im Jahr 2000 lebten noch eineinhalb Millionen Christen im Irak. Heute sind es noch 300.000.

Der Einmarsch der Amerikaner am 20. März 2003 beendete die Diktatur Saddam Husseins zwar überraschend schnell. Doch danach folgten nicht Freiheit und Demokratie, sondern Terror, Anarchie, brutale Machtkämpfe zwischen Schiiten und Sunniten.

Zehn Jahre genügten, um die ältesten Gemeinden des Christentums an den Rand des Abgrunds zu drängen. Im Irak wurden bislang 61 Kirchen zerstört, 970 Christen ermordet: Bischöfe, Priester, einfache Gläubige.

Eigenartigerweise trifft der Massenexodus Hunderte der irakischen Christen im Westen auf geringes Interesse. Politiker reden lieber von der allgemein schwierigen Lage angesichts der großen Umwälzungen im Nahen Osten. Der Schriftsteller Martin Mosebach, ein Kenner des orientalischen Christentums, sucht nach einer Erklärung dafür:

"Die Christen haben in der öffentlichen Meinung des Westens schlechte Karten. Sie werden gesehen, in der Geschichte, als Kreuzzügler, als Reaktionäre, als im Inneren repressiv, als eine überwundene Kulturstufe. Christen haben wenig Chancen, plötzlich als Opfer dazustehen, sie werden allenfalls als Kollateralschäden wahrgenommen in einer insgesamt so erfreulichen Entwicklung wie dem Aufstand der arabischen Gesellschaften gegen ihre Diktatoren. Da muss man diesen kleinen Schönheitsfehler, dass die Christen dabei ihre Existenz verlieren werden, einfach hinnehmen."

Gottesdienst im Kloster der Heiligen Jungfrau von den Ähren in Alqosh. Auch dieser Ort liegt im kurdisch kontrollierten Teil des Irak, im Norden, wo die vertriebenen Christen ihr Rückzugsgebiet haben. Fünf Mönche eilen in sich gekehrt zur Kapelle. Es ist still und friedlich, im Klosterhof wachsen Olivenbäume, blühen Rosensträucher und Astern.

Die Mönche beten auf Syrisch, in einem aramäischen Dialekt, eng mit der Sprache Jesu verwandt. In den Bankreihen der Klosterkirche sammelt sich die kleine Gemeinde Alqoshs, rechts die Männer, links die Frauen, die Haare mit weißen Spitzentüchlein bedeckt. Die Mönche im Kloster rezitieren ihre liturgischen Texte aus schweren, ledergebunden Büchern. Die Seiten sind vergilbt, die Schrift ist verblasst. In Europa würden man so etwas in Museumsvitrinen konservieren. Im Kloster von Alqosh sind es Gegenstände des täglichen Gebrauchs:

"Die Liturgie besteht darin, das ganze Heilsgeschehen am Altar als Theatrum Sacrum, als heiliges Schauspiel aufzuführen - und zwar buchstäblich von der Geburt bis zur Auferstehung in allen Phasen. Also, wenn der Priester am Anfang das Opferbrot auswählt aus einem Korb, dann salbt er es, dann wickelt er es in ein Tuch, dann hat er das Jesuskind in Windeln gewickelt. Dieser ganze sehr scholastisch-juristische Begriff des Westens, dass die Wandlung reduziert ist auf das Sprechen der Wandlungsworte, ist für orientalische Christen viel zu eng gefasst. Es werden dann die Sistren – kleine Schellen, die einen sirrenden Ton von sich geben, angeschlagen, die schon im Tempel der Isis erklungen sind. Und das gesamte religiöse Wissen, das sich in der Menschheit angesammelt hat in den Jahrtausenden, ist sehr lebendig in den orientalischen Kulten."

Jetzt sind wir im Stadtgebiet von Mosul, sagt Vater Gabriel. Und ich sehe durch die Frontscheibe hindurch auf verwahrlosten Straßen all das militärische Gerät und die Gestalten einer nahöstlichen Bürgerkriegsszenerie: verhüllte Männer mit Kalaschnikows über den Schultern, Sandsäcke, Stacheldraht, herumlungernde Kinder und an den Kreuzungen Hummer-Geländewagen mit aufgeschweißten Maschinengewehren. Die Hummer stammen noch aus der Zeit von David Petraeus, dem US-General, der es bis zum CIA-Chef brachte, nur um am Ende über eine Liebesaffäre zu stürzen. Seine Karriere begann 2003 mit der Eroberung Mosuls. Als die US-Truppen im Jahr 2008 aus Mosul abzogen, übernahmen die Islamisten. Mosul wurde zur gefährlichsten Stadt im Irak. Und sie ist es noch immer.

Fahren wir lieber hier runter, sagt Vater Gabriel, weil mit einem Mal vor uns nichts mehr geht. Bewaffnete mit ausrasierten Bärten und knöchellangen Gewändern stehen mitten auf der Straße und schauen in jedes Auto hinein, das im Schritttempo an ihnen vorbei muss. Wir wollen umdrehen. Aber da klopft schon einer gegen die Scheibe. Und nun wirkt auch Vater Gabriel etwas nervös. Red' jetzt kein Wort, sagt er, öffnet einen Spalt und ruft nach draußen: Wie geht's hier zur Sadekstraße? Da lang, bekommt er zur Antwort. Siehst du, sagt er beim Weiterfahren, du darfst ihnen nur nicht in die Augen schauen. Ein paar Straßenecken weiter wohnt die Familie, die wir besuchen. Das Haus liegt in einer Gasse und ist wie die meisten irakischen Häuser von einer mannshohen Mauer umgeben, davor ein blaues, massives Eisentor.

Facile sei das gewesen, einfach, sagt Vater Gabriel auf Italienisch. Es ist Mittagszeit, keiner auf der Straße, das Viertel scheint ruhig. Direkt neben dem Eisentor steigen wir aus dem Auto. Und im gleichen Moment sind in paar Blocks weiter Schüsse zu hören. Dawoud, unser Begleiter, rüttelt am Tor. Drei Frauen öffnen uns, eine Mutter und ihre zwei Töchter. Sie tragen T-Shirts und Jeans.

Im Herbst 2007 begannen radikale Islamisten in Mosul damit, die sogenannte Jizya einzutreiben – eine Kopfsteuer aus der Anfangszeit des Islam. Als die muslimischen Eroberer im siebten Jahrhundert Palästina, Syrien, den Irak und das sassanidische Perserreich unterwarfen, stellten sie die dort lebenden Christen vor die Wahl: Entweder zum Islam zu konvertieren oder Jizya zu zahlen. Diese 1400 Jahre alte Regel wurde 2007 von irakischen Islamisten auf ihre Weise interpretiert. In Mosul und in Bagdads Christenviertel Dora begannen sunnitische Milizionäre damit, von jeder christlichen Familie 190 Dollar Kopfgeld einzutreiben.

Vielleicht willst du das ja aufnehmen, sagt eine der Frauen, die uns in ihr Haus ließ. Mosuls Muezzine rufen zum Mittagsgebet. Vor einigen Jahren hatten hier auch noch Glocken geläutet. 40 Kirchen und ein Priesterseminar gab es in dieser Stadt. Die meisten stehen heute leer oder wurden zerstört. Drinnen haben sich die Frauen auf gepolsterten Sitzbänken im Wohnzimmer niedergelassen. An den Wänden Bilder der Jungfrau Maria mit blutendem Herzen, des auferstandenen Christus auf einer Wolke, Fotos von Großeltern, Eltern und ein Hochzeitsfoto aus glücklichen Tagen. Es zeigt die ältere Tochter mit ihrem Ehemann. Sie stehen auf einer blumengeschmückten Treppe und lachen sich an. Er floh kurz danach nach Schweden.

Wir reden darüber, unter welchen Bedingungen ein Interview gemacht werden kann. Keine Namen, keine Ortsangabe, kein Foto – nur die Stimme der ältesten Tochter:

"Wir sind in einer furchtbaren Lage. Wir können nicht mal mehr auf den Markt gehen, nur, wenn einer unserer Brüder oder Cousins dabei ist. Wir müssen ständig damit rechnen, dass irgendwo eine Autobombe hochgeht oder geschossen wird. Bagdad ist für Christen ja auch nicht mehr sicher. Ich war dort. Aber für mich ist Mosul viel schlimmer als Bagdad. In Bagdad kann es dir wenigstens ab und zu mal passieren, dass noch jemand freundlich zu dir ist. Aber hier in Mosul?"

Die Mutter schweigt und reicht Tee. Er schmeckt süß und nach Minze.

"Wenn wir auf der Straße gehen und in einen Checkpoint der irakischen Armee geraten, haben wir jedes Mal Angst, dass dort einer der Soldaten die Terroristen anruft und uns an sie verkauft. Das ist hier schon oft vorgekommen. Wenn wir rausgehen, müssen wir sogar die Kleider anziehen, die sie verlangen. Schleier, von Kopf bis Fuß."

Im Irak ging es den Christen unter Saddam Hussein weder schlechter noch besser als den Muslimen im Land. Wer Pech hatte, kämpfte und starb in seinen Kriegen. Wer aufbegehrte, wurde in seinen Gefängniszellen zum Verstummen gebracht oder durch Folter gebrochen. Die meisten Christen aber machten es wie alle anderen. Sie arrangierten sich, sie überlebten mit einem Regime, das ihnen zumindest erlaubte, sonntags zur Kirche zu gehen, Weihnachten und Ostern zu feiern. Erst 2003 änderte sich die Lage der Christen dramatisch. Der damalige US-Präsident George Bush erklärte dem Irak nicht nur den Krieg. "Dies ist ein Kreuzzug", sagte er, "und er wird lange dauern":

"Das war ein großer Fehler, er hätte dieses Wort nie benutzen dürfen. Als die Amerikaner das Land besetzten, erklärte man uns zu ihren Spionen. Warum? Weil die Amerikaner Christen sind. Bis heute geht das so. Wenn der Papst in Deutschland etwas sagt, das Muslime beleidigen könnte, zahlen wir den Preis. Wenn in Dänemark irgendwelche Mohammed-Karikaturen in einer Zeitung erscheinen, zahlen wir den Preis. Wir können machen, was wir wollen, wir sind für viele hier einfach nur Ungläubige. Ihr im Westen redet immer vom Dialog zwischen Muslimen und Christen. Das ist schön. Aber wenn man uns nicht so akzeptiert, wie wir sind, wenn das hier so weiter geht, wird es uns im Irak bald nicht mehr geben."

Besuch im Haus Imam Ahmeds, einer der stadtbekannten islamischen Geistlichen in Erbil. Imam Ahmed ist Prediger und Politiker der "Itihad al Islami", eine Partei, die der irakischen Moslembruderschaft nahesteht. Der Imam trägt die weiße Kopfbedeckung und das dunkelgraue Gewand eines Predigers, sein Händedruck ist so sanft wie seine Stimme:

"Ich bin mir ganz sicher. Wenn wir im Irak endlich an die Macht kommen, dann wird es den Christen hier hundertmal besser gehen als jetzt. Vor tausend Jahren lebten wir ja auch gut zusammen. Wie die Zähne in einem Mund, wie die Finger an einer Hand. Der Prophet sagte ja auch: Die Christen sind wie unsere Augen und unser Nacken, den wir schützen müssen. Wenn du ein dhimmi bist, ein Schutzbefohlener, habe ich die Pflicht, dich, deine Familie und dein Eigentum zu verteidigen."

Das ist die Welt des Imam Ahmed. Nur auf den ersten Blick scheint es eine tolerante zu sein. Dahinter steht eine Weltsicht, die Christen allenfalls als Schutzbefohlene akzeptiert. Sie haben zwar einen Platz im Nahen Osten. Aber es muss der Platz des Schwächeren sein. Anfangs hatte Imam Ahmed noch gelächelt. Nun wird er ernst:

"Die ganze islamischen Welt wird bald von den Moslembrüdern und ähnlichen islamischen Parteien beherrscht sein. Ob euch im Westen das passt oder nicht. Wir sind nicht mehr aufzuhalten. Warum findet ihr euch nicht damit ab? Ihr könntet mit uns zusammenarbeiten! Hier im Nahen Osten habt ihr die schlimmsten Diktatoren gestützt. Warum akzeptiert ihr jetzt nicht diejenigen, die in Ägypten und anderswo gewählt wurden?"

Derzeit sind es Männer wie Imam Ahmed, die die politischen Diskussionen in der islamischen Welt dominieren. Sie sind die Wortführer, sie sind die erfolgreichen Akteure im Nahen Osten. Imam Ahmed sympathisiert nicht mit Al-Kaida, terroristische Anschläge auf Christen heißt er nicht gut. Doch seine politische Vision wirkt auf die christliche Minderheit wie eine Drohung. Im ganzen Nahen Osten geraten wir unter Druck, sagen orientalische Kirchenführer wie Louis Sako, der Erzbischof im nordirakischen Kirkuk.

"Die Kopten in Ägypten haben große Angst vor der Zukunft. Wir alle sind skeptisch, was die Folgen des arabischen Frühlings angeht. Für uns ist das kein Frühling. Es wäre einer, wenn die, die jetzt überall an die Macht drängen, uns Christen gleiche Rechte gewährten. Wenn sie sich für kulturelle Vielfalt und sozialen Fortschritt einsetzen würden. Wenn sie überall in der arabischen Welt ein gemeinsames großes Projekt angehen würden: nämlich Staat und Religion zu trennen. Dann wäre es nicht mehr wichtig, ob du Christ bist oder Muslim oder sonst was. Dann hätten wir eine Zukunft. Aber wenn jetzt nur eine Diktatur gegen eine andere ausgetauscht wird. Schrecklich."

Louis Sako, der Erzbischof von Kiriku, ist vor wenigen Monaten nur knapp einem Anschlag entgangen. Er spricht nicht gerne darüber, aber er weiß, wie gefährlich er lebt. Paulos Rahho, der Erzbischof von Mosul, wurde vor zwei Jahren von Terroristen gekidnappt. Er hatte sich geweigert, seine Diözese aufzugeben und ins Ausland zu flüchten. Im November 2010 wurde die Leiche des Erzbischofs auf einer Müllkippe am Stadtrand Mosuls gefunden. Die Gemeinde stirbt aus. Und die wenigen Christen, die dort noch leben, fühlen sich verlassen und auf sich alleine gestellt.

"Die Zukunft ist schwarz. Und sie wird im Irak mit jedem Tag schwärzer. Angst ist das einzige, was wir noch haben. Wie sollen wir hier Weihnachten feiern? Wir werden zum Markt rennen, schnell irgendwas einkaufen und wieder zurück nach Hause laufen. Ich will hier nur noch raus. Nach Europa oder sonst wo hin. Man hat uns aufgegeben. Wir sind keine Bürger mehr. Wir sind Fremde, Ausgestoßene."

Ihr solltet jetzt besser gehen, meint eine der Frauen in Mosul. Für Fremde sei es nicht ratsam, sich zu lange an einem Ort aufzuhalten. Scapiamo, sagt Vater Gabriel, verschwinden wir.

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