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StartseiteDossierComputerforensiker16.04.2010

Computerforensiker

Ermittler im Cybercrime-Milieu

Da bietet jemand gestohlene Daten an. Daten von Steuerhinterziehern im großen Stil. Und der Streit beginnt: Darf man die Daten eines Kriminellen kaufen, um damit andere Kriminelle dingfest zu machen? Oder provoziert der Kauf weiteren Datendiebstahl?

Von Michael Reitz

Das @-Zeichen auf der Tastatur eines Computers (AP)
Das @-Zeichen auf der Tastatur eines Computers (AP)

Oder kann man doch kaufen - und weiteren Diebstahl verhindern? Mit Hilfe von Daten- oder Computerforensikern?

Dazu müsste Deutschland mehr als die eine Handvoll hochqualifizierter und –bezahlter Datendetektive haben, die im Zuge der Finanzkrise und der Internetkriminalität immer stärker nachgefragt werden. Sie verfolgen Spuren von Dieben, Betrügern oder Hackern im Netz oder auf Computern. Laut BKA lief im vergangenen Jahr in Deutschland jeder fünfte Fall von Wirtschaftskriminalität über elektronische Wege.

Den Computerforensikern gelingt es sehr häufig, selbst gelöschte Daten wieder herzustellen und gerichtsverwertbar aufzubereiten. Der Bedarf an qualifizierten Datenermittlern wächst, und die ersten deutschen Universitäten haben Studiengänge für Digitale Forensik eingerichtet.

Die Zeit läuft: Die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft schätzt allein den Schaden durch Datendiebstahl auf bis zu 20 Milliarden Euro pro Jahr.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

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