Sonntag, 21.01.2018
StartseiteVerbrauchertippVon verdreckten Tastaturen und Staub im Gebläse11.01.2018

ComputerreinigungVon verdreckten Tastaturen und Staub im Gebläse

Und schwupp - Kaffee über die Tastatur gekippt. Fast jedem wird das schon mal passiert sein. Wie aber bekomme ich das wieder sauber und was muss man sonst noch reinigen, damit der Computer möglichst lange hält?

Von Angelika Giesen-Gördes

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Eine Frau arbeitet an einer Computer-Tastatur. (imago stock&people)
Auch wenn man den Schmutz nicht immer direkt sieht, Computertastaturen werden mit der Zeit dreckig. (imago stock&people)
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Wenn die Cola im Laptop versickert, dann kann auch Computerexperte Manfred Jürgens in Münster nur noch einen Tipp geben:

"Sofort auf den Kopf legen. Hoffen, dass es sauber abtrocknet ... und dann wieder einschalten."
 
Flusen, Staub und Dreck auf der Tastatur sind zwar nicht so schlimm, aber man sollte schon darauf achten, alles regelmäßig zu reinigen. 

"Wenn es denn eine normale Tisch-Tastatur ist, einfach auf den Kopf halten, einmal abklopfen. Mit Druckluft und einem Pinsel sauber machen, das reicht."

Der Putzeimer mit Universal-Reiniger ist überflüssig, auch für Außengehäuse des PCs.

"Wenn man ein feuchtes Tuch nimmt, dann bitte ein handfeuchtes Tuch nehmen. Es darf auf keinen Fall Wasser in die Tastatur reintropfen. Gerade wenn man an einem Arbeitsplatz sitzt, wo wechselnde Bedienung da ist, man kann sich hier auch wunderbar Infektionen da holen." 

Betriebsärzte raten deshalb zum Beispiel alkoholhaltige Spezial-Reiniger zu nehmen, die auch Fett entfernen. Außerdem gibt es Mikrofaser-Tücher und PC-Reinigungssets. Sie lassen sich für Tastaturen und Bildschirme verwenden. Wichtig ist, das Gerät vor jeder Reinigung auszuschalten. Bei Computertastaturen lassen sich häufig die einzelnen Tasten vorsichtig mit einem Schraubenzieher heraushebeln und reinigen. Es empfiehlt sich aber, vorher in der Gebrauchsanweisung nachzulesen, ob das auch wirklich möglich ist, rät Manfred Jürgens. 

"Das ist bei heutigen Tastaturen beinah unmöglich, bei Notebooks bitte gar nicht mehr machen. Sie kriegen die Knöpfe anschließend nicht mehr drauf."

Vorsicht mit dem Staubsauger

Lüfter in PC und Laptops können durch die Staubansammlungen so verschmutzen, dass ein Wärmestau entsteht, der Akkus und Laufwerke schädigen kann, bis hin zum kostspieligen Totalausfall. Die ersten Anzeichen dafür werden häufig übersehen. 

"Gerade im Notebook-Bereich passiert das sehr häufig. Sie sind bekannt dafür, dass sie so nach eineinhalb bis zwei Jahren Systemabstürze machen. Der Kunde schaltet das Gerät aus, schaltet es wieder ein, sagt: Okay, es tut es doch alles wieder... Aber das machen diese Notebocks nur eine gewisse Zeit mit, bis die dann irgendwann den Hitze-Tod sterben."

Erste Hilfe leisten kleine PC-Ministaubsauger oder Druckluft aus der Spraydose. Wenn man es sich zutraut, sollte man den PC öffnen und gründlich reinigen. Martin Gobbin von der Stiftung Warentest rät aber zur Vorsicht:

"Das Problem dabei ist, dass man dabei mitunter seine Garantie verliert. Es gibt aber zum Glück Hersteller, die sagen: Das ist okay, Du kannst die Lüftung reinigen. Es gibt Geräte, die eine Reinigungsklappe haben, wo man nichts aufschrauben muss, wo man relativ leicht an den Lüfter rankommt, da sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob eine Reinigung vom Hersteller her erlaubt ist."

Staub und Dreck an den Lüftungsklappen sollte man auf keinen Fall mit dem großen Haushaltsstaubsauger entfernen, er pustet meist mehr Dreck ins Gerät hinein als er aufsaugt.  Bei Laptops, Handys und Tabletts sind es häufig USB-Schnittstellen oder die Aufladebuchsen, wo sich Flusen und Staub ansammeln. Die können mit Pinzetten oder Druckluft entfernt werden. Verdreckte Bildschirme reinigt Manfred Jürgens nicht mit Glasreinigern. Seine Erfahrung:

"Gerade bei Flachbettbildschirmen sitzt unterhalb des Bildschirms Elektronik, die mag keine Feuchtigkeit."

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