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StartseiteDas FeatureCrossing Lines, crossing Lives13.07.2010

Crossing Lines, crossing Lives

Ein israelisch-palästinensisches Versöhnungsprojekt

Aufeinander zugehen ist oft der erste Schritt zur Versöhnung. Ein Schritt, den israelische und palästinensische Mütter wagen. Sie trauern um ihre getöteten Kinder - oder reden mit den Eltern des Täters.

Von Kai Adler

Palästinenser tragen eines der Opfer des israelischen Luftangriffs auf den nördlichen Gazstreifen durch eine aufgebrachte Menschenmenge. (AP)
Palästinenser tragen eines der Opfer des israelischen Luftangriffs auf den nördlichen Gazstreifen durch eine aufgebrachte Menschenmenge. (AP)

"Ich bin die Mutter von David, jenem Jungen, der von Ihrem Sohn getötet wurde. Ich weiß, dass er ihn nicht aus persönlichen Gründen umgebracht hat. Hätte er ihn gekannt, ich bin mir sicher, er hätte ihn gemocht."

So beginnt die Israelin Robi Damelin ihren Brief an die Eltern des palästinensischen Scharfschützen, der ihr Kind erschossen hat.

"Als ich von der Festnahme Ihres Sohnes erfahren habe, habe ich in vielen schlaflosen Nächten überlegt, was ich nun tun könnte: Sollte ich versuchen, einen Weg der Versöhnung und Vergebung mit Ihnen zu finden?"

Robi Damelin versucht diesen Weg zu gehen und korrespondiert heute sogar mit dem Mörder ihres Sohnes. Auch der in Hebron geborene Palästinenser Khaled Abu-Awwad und der Israeli Boaz Kitaein, deren Kinder von der jeweils anderen Seite getötet wurden, kämpfen gemeinsam für Frieden, gegenseitige Anerkennung und Aussöhnung.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

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