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"Da trifft viel Gefühl auf viel Asphalt"

Deutsche Texte zwischen Pop und Chanson: Felix Meyer & Band

Felix Meyer (Mitte) mit seinen Bandkollegen (© 105 Music/ Michael Ebert-Hanke)
Felix Meyer (Mitte) mit seinen Bandkollegen (© 105 Music/ Michael Ebert-Hanke)

Hier ein Kontrabass, da ein Akkordeon, dort ein Banjo - immer im Mittelpunkt: Felix Meyer und seine Texte. Zur Verfremdung auch ab und zu mal in ein Megafon gesungen, erinnern sie an Element of Crime und Keimzeit.

Felix Meyer beobachtet die Wirklichkeit und beschreibt sie in bilderreichen Texten. Die Lieder gehen nicht nur ins Ohr, sondern bleiben auch im Kopf. Mehr zum Fühlen als zum Nachdenken. Er ist mit seiner Band 15 Jahre als Straßenmusiker durch ganz Europa gereist - Flamenco, Country und Chanson haben hörbar Spuren hinterlassen. Die Musik ist facettenreich instrumentalisiert und natürlich unverstärkt. Denn Straßenmusiker spielen ohne Strom. Die Songs von Liebe, Dreck & Gewalt sind genauso wenig glatt gebügelt wie die Hemden ihrer Bühnenoutfits.

"Erste Liebe/Letzter Tanz" heißt das zweite Album des 36-jährigen Musikers. Es ist der Grund dafür, dass der Wahlhamburger und die Band derzeit häufiger auf Deutschlands Bühnen spielen als auf Deutschlands Straßen.


Aufnahme vom 21.4.12 im Kulturzentrum Grend, Essen

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On Stage

Zeit heilt alle WunderMichael Z. & Klaus Gutjahr

Michael Z. (Gitarre) & Klaus Gutjahr (Bandoneon) beim Theaterkahn im Liederwahn in Dresden am 6.3.15. (Carsten Nüssler)

Schwarz kann er sein, der Humor von Michael Z. und seinem musikalischen Begleiter Klaus Gutjahr. Aber die beiden Berliner sind auch große Poeten. Dem Leben zu begegnen, ist für sie der Widerstreit von Wollen und Können. Sie begleiten ihn mal mit spitzer, mal mit sanfter Feder und in jedem Fall mitreißender Musik.

Mike Zito & The Wheel Mit dem Blues aus dem eigenen Sumpf gezogen - Teil 2

Die Musiker Mike Zito (r.) und Samantha Fish während des Blues Alive Festivals in Sumperk, Tschechien am 16. November 2014. (imago / CTK Photo)

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Mike Zito & The Wheel Mit dem Blues aus dem eigenen Sumpf gezogen

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Als Mike Zito 2009 den Blues Music Award gewonnen hatte, wusste er, dass nun alles gut war. Der 1970 in St. Louis geborene Musiker führte lange ein Musikerleben mit allen Klischees, was verbotene Substanzen betrifft. Ein Lebenswandel, der ihn schließlich auf kriminelle Bahnen brachte.