Das Feature / Archiv /

 

Damit mir niemand ins Herz spuckt

Tschetschenische Kampfsportler im Exil

Von Uta Ackermann und Elke Bredereck

Kampfsportarten sind in Tschetschenien angesagt
Kampfsportarten sind in Tschetschenien angesagt (AP)

Härte gilt in Tschetschenien traditionell als Tugend, nur ein starker Mann kann seine Familie beschützen. Ringen ist im Kaukasus Volkssport, ähnlich beliebt sind Judo, Karate und Boxen. Die mehrfachen Olympiasieger Buwasir und Adam Saitijew werden hoch verehrt.

Ins Exil getriebene Tschetschenen sehen sich oft als Kämpfer gegen eine Umgebung, die sie nicht haben will. Ihre Söhne begreifen sehr schnell, dass sie stärker sein müssen als die Einheimischen.

Im Sport sind rascher Erfolge zu erzielen als in der Schule. Und so haben sie auch hier wieder ihre Helden: Mairbek Taisumov zum Beispiel vom Wiener Club City Thong.

Er reist als Star der Mixed Martial Arts, der gemischten Kampfkünste, um die Welt.

Die Trainer des Judo-Teams Berlin loben die jungen Tschetschenen Islam und Magomed als Aushängeschilder des Klubs. Und für den mehrfach preisgekrönten Ringer Ibragim, der als politischer Flüchtling in Warschau lebt, hat sportlicher Erfolg eine existenzielle Dimension: Jedes Mal, wenn er in den Ring steigt, kämpft Ibragim auch gegen die drohende Abschiebung.


DLF 2012

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

PorträtKongos deutsche Hoffnung

Martin Kobler, Leiter der UNO-Friedensmission im Ostkongo.

Die neue Mission des ehemaligen deutschen Botschafters im Irak und in Afghanistan, Martin Kobler, scheint fast aussichtslos. Wie soll er eine UNO-Friedensmission mit 20.000 Soldaten aus 50 Ländern steuern in einem Land, das sieben Mal so groß wie Deutschland ist?

KunstszeneMein Vater, der Maler

Judith Grümmer steht mit dem Vater Hans Grümmer und der Mutter in einer Küche. Die Mutter hält einen Vogelkäfig auf dem Schoß und Judith Grümmer hält den Hund an den Pfoten.

Mit 16 wird Jürgen Hans Grümmer (1935 – 2008) jüngster Meisterschüler an den Kölner Werkschulen, mit 20 gilt er als Geheimtipp der Kunstszene. Mit 22 hat er Frau und Tochter. Das Kind atmet Ölfarbe und Basaltstaub, spielt in Baubuden, Werkstätten und Steinbrüchen.

Wohngebiete"Unser Görli"

Menschen sitzen auf der Grünfläche vom Görlitzer Park.

Der Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg: einzige grüne Freifläche in einem dicht besiedelten Wohngebiet, ein klar abgegrenztes urbanes Territorium für Naherholung und Freizeitgestaltung von Anwohnern und zunehmend Touristen.