Das Feature / Archiv /

 

Damit mir niemand ins Herz spuckt

Tschetschenische Kampfsportler im Exil

Von Uta Ackermann und Elke Bredereck

Kampfsportarten sind in Tschetschenien angesagt
Kampfsportarten sind in Tschetschenien angesagt (AP)

Härte gilt in Tschetschenien traditionell als Tugend, nur ein starker Mann kann seine Familie beschützen. Ringen ist im Kaukasus Volkssport, ähnlich beliebt sind Judo, Karate und Boxen. Die mehrfachen Olympiasieger Buwasir und Adam Saitijew werden hoch verehrt.

Ins Exil getriebene Tschetschenen sehen sich oft als Kämpfer gegen eine Umgebung, die sie nicht haben will. Ihre Söhne begreifen sehr schnell, dass sie stärker sein müssen als die Einheimischen.

Im Sport sind rascher Erfolge zu erzielen als in der Schule. Und so haben sie auch hier wieder ihre Helden: Mairbek Taisumov zum Beispiel vom Wiener Club City Thong.

Er reist als Star der Mixed Martial Arts, der gemischten Kampfkünste, um die Welt.

Die Trainer des Judo-Teams Berlin loben die jungen Tschetschenen Islam und Magomed als Aushängeschilder des Klubs. Und für den mehrfach preisgekrönten Ringer Ibragim, der als politischer Flüchtling in Warschau lebt, hat sportlicher Erfolg eine existenzielle Dimension: Jedes Mal, wenn er in den Ring steigt, kämpft Ibragim auch gegen die drohende Abschiebung.


DLF 2012

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Das Feature

OrtserkundungenKanarenplündern. Oder: Oh weh, oh weh mein Canarin ist tot

Die Spanische Flagge weht am 05.06.2013 an der Costa Calma (Fuerteventura) unter der am wolkenlosen Himmel stehenden Sonne.

Die Sache drängt. Es geht um die Zukunft. Von Kipppunkten ist die Rede. Vom Ende der Artenvielfalt. Vom drohenden Ausfall lebenswichtiger Ökosystemdienstleistungen: Wasser, Klima, Nahrung. Bloß: Der Kapitalismus macht weiter.

OrtserkundungenZwischen Himmel und Hölle

La Rinconada

Nirgendwo auf der Welt gibt es eine Siedlung, die höher liegt als La Rinconada in den peruanischen Anden. Auf über 5000 Meter Höhe leben an die 40 000 Menschen. Dafür gibt es genau einen Grund: Gold, viel Gold.

Ortserkundungen Driften im Grenzland

Die Friedensglocke auf der Oderpromenade in Frankfurt an der Oder.

Staatsgrenzen, Sprachgrenzen, Kulturgrenzen, Wertegrenzen: Wir grenzen uns ab und ein, um unserer sicher zu sein, unseres Territoriums, unseres Denkens, unserer Dynamik. Eine Künstlergruppe unternimmt eine dreiwöchige Bootsexpedition auf Neiße und Oder.