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Damit mir niemand ins Herz spuckt

Tschetschenische Kampfsportler im Exil

Von Uta Ackermann und Elke Bredereck

Kampfsportarten sind in Tschetschenien angesagt (AP)
Kampfsportarten sind in Tschetschenien angesagt (AP)

Härte gilt in Tschetschenien traditionell als Tugend, nur ein starker Mann kann seine Familie beschützen. Ringen ist im Kaukasus Volkssport, ähnlich beliebt sind Judo, Karate und Boxen. Die mehrfachen Olympiasieger Buwasir und Adam Saitijew werden hoch verehrt.

Ins Exil getriebene Tschetschenen sehen sich oft als Kämpfer gegen eine Umgebung, die sie nicht haben will. Ihre Söhne begreifen sehr schnell, dass sie stärker sein müssen als die Einheimischen.

Im Sport sind rascher Erfolge zu erzielen als in der Schule. Und so haben sie auch hier wieder ihre Helden: Mairbek Taisumov zum Beispiel vom Wiener Club City Thong.

Er reist als Star der Mixed Martial Arts, der gemischten Kampfkünste, um die Welt.

Die Trainer des Judo-Teams Berlin loben die jungen Tschetschenen Islam und Magomed als Aushängeschilder des Klubs. Und für den mehrfach preisgekrönten Ringer Ibragim, der als politischer Flüchtling in Warschau lebt, hat sportlicher Erfolg eine existenzielle Dimension: Jedes Mal, wenn er in den Ring steigt, kämpft Ibragim auch gegen die drohende Abschiebung.


DLF 2012

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