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Seit 17:30 Uhr Kultur heute
StartseiteDas FeatureDenn du bist, was du isst22.01.2016

Das Haushaltsgerät Denn du bist, was du isst

Früher mögen es dicke Autos oder Buchdeckel gewesen sein, heute funktioniert vor allem die Ernährung als soziales Distinktionsmittel. Sie definiert nicht nur Identität, sondern markiert, ganz im Sinne des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, "die feinen Unterschiede": Du bist, was du isst. "Bio" allein ist längst zu normal geworden, um sich darüber noch abzugrenzen.

Von Jenny Hoch

Lesung von dem Soziologen und Philosophen Pierre Bourdieu im Audimax der Humboldt-Universität. (picture-alliance / dpa / Lautenschläger Max)
Der Soziologe und Philosoph Pierre Bourdieu (picture-alliance / dpa / Lautenschläger Max)

Erst wer den Vornamen seines Kartoffelbauern kennt, sich entsprechend seines Genotyps ernährt oder Rezepte aus der Frühsteinzeit nachkocht, signalisiert seiner Umwelt: Ich bin kritisch, sensibel und auf der Höhe der Zeit. Die anderen, die Ausgeschlossenen, erkennt man daran, dass sie sich noch trauen, was mindestens ab der Mittelschicht längst zum Tabu geworden ist - und so noch Chancen bietet zum echten Revoluzzertum: sich hochkalorisch und fettig, also heldenhaft ungesund zu ernähren.

Doch was passiert, wenn man eine Öko-Familie, einen Deluxe-Esser, eine Rohköstlerin und einen professionellen Kalorien-Verbrenner zu Hause besucht, im Gepäck ein kurioses Küchengerät, das angeblich alles kann, mixen, mahlen, kochen, dünsten? Brutzelt es auch die Unterschiede weg? Wir wagen ein Experiment - und lassen alle bei Null anfangen.

Produktion: DLF 2016

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